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Schätzungsweise 10-15% der geflüchteten Menschen in Deutschland haben eine Behinderung. Asylsuchende und geduldete Menschen mit Behinderung sind mit vielen Teilhabebarrieren konfrontiert. So ist ihr Zugang zu Teilhabe-​ und Rehabilitationsleistungen durch das Asylbewerberleistungsrecht in der Praxis eingeschränkt. Ein bestehendes Sprachkursangebot für Menschen mit Behinderung lässt große Gruppen, wie Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung, unberücksichtigt. Eine Integration in den Arbeitsmarkt jenseits von Werkstätten ist für Menschen mit Behinderung nur schwer möglich. In der Asylaufnahme sind asylsuchende und geduldete Menschen mit Behinderung aufgrund fehlender Identifizierung ihrer Schutz-​ und Unterstützungsbedarfe wenig sichtbar.

Geflüchtete Menschen mit Behinderung finden sich in ihrem Bemühen um Teilhabe und Leistungszugänge in einem Spannungsfeld wieder. Dieses erstreckt sich zwischen einer, sich hauptsächlich an aufenthaltsrechtlichen Fragen orientierenden Asyl- und Migrationspolitik, und einer Behindertenrechtspolitik, die auf den Grundsätzen von Teilhabe und Inklusion beruht. Vor diesem Hintergrund möchten wir eine Momentaufnahme der Lebenssituation geflüchteter Menschen mit Behinderung in Deutschland zeichnen. Mit Blick auf die anstehende Bundestagswahl diskutieren wir gemeinsam mit Expert*innen, Selbstvertreter*innen und Politiker*innen die aktuelle rechtliche Situation, ihre Auswirkung in der Praxis und Veränderungsbedarfe.

Die Veranstaltung findet am 9. Juni 2021 von 10 bis 16 Uhr online statt. Bitte melden Sie sich dazu hier an. Die Zugangsdaten erhalten Sie spätestens 24 Stunden vor Veranstaltungsbeginn.

Das barrierefreie Programm finden Sie hier.

Das barrierearme Programm in Einfacher Sprache können Sie hier abrufen.

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