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21. Berliner Symposium zum Flüchtlingsschutz

In diesem Jahr feiern wir das 70-jährige Jubiläum der Genfer Flüchtlingskonvention. Die Konvention legt fest, wer ein Flüchtling ist und welche Rechte Flüchtlinge haben. Damit ist sie die unverzichtbare Grundlage des internationalen Flüchtlingsschutzes und gilt unumstößlich für alle Vertragsstaaten.

Gleichzeitig missachten diese immer wieder die Rechte von Flüchtlingen. Dies betrifft etwa gewaltsame Zurückweisungen – sogenannte Push-Backs – an den europäischen Außengrenzen, welche das Non-Refoulement Prinzip und damit das Herzstücks der Genfer Flüchtlingskonvention verletzen. Wie hat sich der internationale Flüchtlingsschutz also entwickelt? Wie steht es um die Einhaltung und Bedeutung der Konvention heute?

Diese Frage steht im Zentrum des diesjährigen Symposiums. Daneben werden weitere Aspekte der aktuellen Situation von Geflüchteten in Deutschland und Europa in den Blick genommen:Mit dem „New Pact on Migration and Asylum“ hat die Europäische Kommission unter anderem eine Neugestaltung der Asylverfahren an den EU-Außengrenzen vorgeschlagen – doch sind diese rechtsstaatlich und fair? Welche Lösungen können in Diskussionen zur rechtlichen Situation von in einem EU-Staat anerkannten Schutzberechtigten, die in einem anderen Staat erneut einen Asylantrag stellen, gefunden werden? Weitere Herausforderungen und menschenrechtliche Bedenken bestehen in Deutschland in Bezug auf den Familiennachzug, die fortgesetzte Abschiebepraxis etwa nach Afghanistan und den Gesundheitsschutz von Geflüchteten in der Pandemie. Nicht zuletzt stellt sich in diesem Jahr die Frage: Was bringt die Bundestagswahl in Sachen Flüchtlingsschutz?

Beim 21. Berliner Symposium zum Flüchtlingsschutz sollen diese rechtlichen und politischen Fragen ebenso wie Aspekte aus der Verwaltungspraxis diskutiert werden. Das Symposium bietet Vertreter*innen aus Politik und Verwaltung, Justiz, Anwaltschaft, Wissenschaft und Nichtregierungsorganisationen, Menschen mit Fluchtgeschichte und freiwillig Engagierten ein Forum für intensiven Austausch. Wir laden die unterschiedlichen Akteure herzlich ein, den offenen und konstruktiven Dialog zum Flüchtlingsschutz zu suchen und Lösungswege zu diskutieren.

Am Montag wird eine Übersetzung des Programms auf jeweils Deutsch/Englisch angeboten. Hinsichtlich der Veranstaltungsteile am Dienstag ist im Programm vermerkt, ob diese ausschließlich auf Deutsch oder Englisch oder mit Übersetzung stattfinden.

Information on the Conference in English can be found here.

Das Vorbereitungsteam:
Manuel Armbruster, AWO Bundesverband, Berlin
Günter Burkhardt, Pro Asyl, Frankfurt am Main
Friederike Foltz, UNHCR, Berlin
Johanna du Maire, Dienststelle des Bevollmächtigten des Rates der EKD, Berlin
Inga Matthes, Deutsches Rotes Kreuz, Berlin
Lea Rösner, Evangelische Akademie zu Berlin
Franziska Vilmar, Amnesty International, Berlin

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