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Filmvorführung und Diskussion

Die Geschichte der Kriminalisierung von Sinti:zze und Rom:nja und der Widerstand dagegen.

Die Bürgerrechtlerinnen Anita Awosusi und Ilona Lagrene schildern in dieser Dokumentation eindringlich die Rolle der Polizei und derer Verbrechen an Rom:nja und Sinti:zze während des Nationalsozialismus und die Kontinuitäten nach 1945. Die Aktivistin Fatima Hartman berichtet über eine große Polizeirazzia in Köln 1995 gegen geflüchtete Rom:nja sowie über ihren politischen Einsatz zur Aufklärung und Skandalisierung des Vorfalls. Alle Protagonistinnen erinnern ihrer Widerstandsformen gegen die anhaltende polizeiliche Kriminalisierung von Sinti:zze und Rom:nja nach 1945 bis in die 1990er Jahre.

Diese Dokumentation erstellte RomaniPhen auch als kritische Intervention gegen die Auslassungen der romani Geschichte und Perspektiven in den aktuellen Diskursen über Polizeigewalt. Für eine ausreichende Analyse und Verständnis von gegenwärtigem Rassismus in der Polizei und Polizeiarbeit sind der Einbezug von Verfolgungs- und Widerstandserfahrungen von Sinti:zze und Rom:nja sowie eine weitreichendere intersektionale Analyse unerlässlich.(Filmlänge ca. 40 min)

Im Anschluss an die Filmvorführung findet ein Gespräch zur gegenwärtigen Polizeigewalt aus historischer und intersektionaler Perspektive mit den Protagonistinnen des Films: Anita Awosusi, Ilona Lagrene, Fatima Hartmann und der Rassismusforscherin Vanessa Thompson statt.

Moderation: Isidora Randjelović

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