In Gedenken an die Opfer der institutionellen und rassistischen Gewalt

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Wir gedenken bei der Kundgebung all der Schwarzen Menschen bzw. von
Rassismus betroffenen Menschen, die durch rassistische Polizeigewalt
oder unter Entziehung ihrer Freiheit in den vergangenen Jahren in
Gewahrsam ums Leben kamen.

Sich in Gewahrsam zu befinden verstehen wir als Situation, in der sich
Personen in geschlossenen Räumen befinden, in denen sie abhängig von
anderen Personen werden und die der Öffentlichkeit weitgehend
unzugänglich sind, z.B.: Polizeistationen, Polizeifahrzeuge,
Gefängnisse, Psychiatrien, Krankenhäuser, Pflege-, Geflüchteten- und
Kinderheime.

Sich in Gewahrsam zu befinden heißt auch, potenziell Menschen
ausgeliefert zu sein, die mit institutioneller Macht ausgestattet sind
(Polizist:innen, Ärzt:innen, Krankenpfleger:innen und Justizpersonal).
Was in diesen Räumen passiert, bleibt oft hinter Mauern, Türen und durch
menschenverachtende Loyalität verschlossen: Unrecht, Diskriminierung und
Gewalt, die sich hier zutragen, sind schwer offenzulegen, abzubauen und
aufzuarbeiten.

Allein die Todesfälle der letzten Zeit – Hussam Fadl, Ahmed Amad,
Maliullah Jabarkhil, Rooble Warsame und William Tonou-Mbobda – zeigen
die immense Gefahr, die für People of Color in Gewahrsam entsteht und
deren Aufklärung in weiter Ferne liegt. Tod in Gewahrsam ist kein
Einzelfall. Fehlende Konsequenzen in den Institutionen sind systematisch.

Seit September 2020 erinnert ein Denkmal auf dem Berliner Oranienplatz
an die Opfer der institutionellen und rassistischen Gewalt. Mit dem
Mahnmal sind die Ziele verbunden.

# Die Kriminalisierung der gestorbenen und getöteten Menschen of Color
zu bekämpfen und an ihre
Geschichte zu erinnern.
# Gesellschaftliche Debatten führen, die den Tod in Gewahrsam nicht
länger ignorieren.
# Verantwortliche Institutionen, effektive Schutzmaßnahmen und
Schutzmechanismen etablieren.

Dieses Mahnmal, das durch das konsequente Handeln einiger
Antirassist:innen dort errichtet wurde, ist mittlerweile zu einem festen
Ort des Gedenkens, Mahnens und Erinnern geworden. Immer wieder werden –
monatlich aktuell – Texte, Bilder, Blumen und Kerzen aufgestellt, die an
die Gestorbenen erinnern.

An diesem Ort findet die Kundgebung am 28. Februar 2021 statt.
Bringt Blumen oder Kerzen mit.

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