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Close the Empathy Gap – Flucht und Migration in der Pandemie
mit Lina Atfah, Olga Grjasnowa, Dinçer Güçyeter und Tomi Simatupang als Livestream aus dem ACUD-Studio
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Die Corona-Pandemie nimmt sehr viel Raum ein, im privaten Alltag, in der Politik, in den Medien, in der öffentlichen Wahrnehmung. Was passiert mit den anderen großen globalen Katastrophen, die auch geschehen, wenn es für sie nicht weniger Aufmerksamkeit gibt? Wenn alles von der Pandemie dominiert wird, gibt es dann noch Platz, Empathie und Hilfe für flüchtende Menschen? Welche Rolle spielen dabei Künstler*innen mit sog. Migrationshintergrund? Wie können sie sensibilisieren für die fragile Situation von Flüchtenden? Welche Reflexionen und Perspektiven über Sprache und Mehrsprachigkeit, Herkunft und Identitätssuche, welche spezifischen Alltagserfahrungen und Konflikte verarbeiten sie in ihren Texten, und wie verändert sich Deutschland positiv durch eine Öffnung hin zu einer postmigrantischen, diversen Gesellschaft?
Die syrische Autorin Lina Atfah hat sich von Beginn ihres Schreibens an mit sozialen und politischen Fragen auseinandergesetzt und geriet damit immer mehr in Konflikt mit dem Assad-Regime. Seit 2014 lebt sie in Wanne-Eickel. Zuletzt erschien ihr Gedichtband „Das Buch von der fehlenden Ankunft“ (Pendragon Verlag, 2019).
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Wer live dabei sein möchte, kann sich unter info@kookverein.de anmelden. Eine Teilnahme ist nur nach schriftlicher Bestätigung und mit einem tagesaktuellen negativen Corona-Test möglich.
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2012 debütierte Olga Grjasnowa mit dem vielbeachteten Roman „Der Russe ist einer, der Birken liebt“ (Hanser, München). Es folgten vier weitere Romane und 2021 ihr Essay „Die Macht der Mehrsprachigkeit“ (Dudenverlag), in dem sie darlegt, wie eng Sprache und Identität zusammenhängen und dass jede Sprache einen ganz eigenen Weltzugang ermöglicht.
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Der Lyriker, Verleger, Regisseur und Schauspieler Dinçer Güçyeter veröffentlichte 2021 seinen vierten Lyrikband „Mein Prinz, ich bin das Ghetto“ (ELIF Verlag): eine radikale Suche nach den Wurzeln von Herkunft: in Anatolien, Istanbul und der niederrheinischen Provinz, märchenhaft und hybrid, dokumentarisch und mit gebrochenen Untertiteln.
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Der in Indonesien geborene Multiinstrumentalist und „Mischmasch-Meister“ Tomi Simatupang ist in vielen musikalischen Feldern zuhause. Von Jazz, Pop, Psychedelic und Prog bis zu experimentellen Soundtracks, Gamelan- oder mikrotonaler Musik ist alles möglich. 2020 erschien das Album „Jabitudu Persilasi“ der Tomi Simatupang Incarnation. Frank Zappa meets Prince und Moondog.
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KOOKread – Texte, Sounds, Diskurse: Eine Veranstaltungsreihe des unabhängigen Künstler*innen-Netzwerks KOOK e. V.
Projektleitung: Eric Schumacher.
Kuratierung: Jutta Büchter, Josepha Conrad, Alexander Gumz und Eric Schumacher.
Moderation: Caroline Assad.
Mit freundlicher Unterstützung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa. Präsentiert von taz.

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