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Das Projekt beGEG(e)Nung veranstaltet am 19.03.2021 ab 18 Uhr zusammen
mit dem KriBi Kollektiv anlässlich der Wochen gegen Rassismus einen Onlineworkshop zum Thema Flucht, Migration und Rassismus mit anschließender Autorenlesung von “Die Suchenden”. Der Workshop ist für Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 16-27 Jahren. Anmeldungen
bitte an begegnung@hdjk.de.

Die Veranstaltung wird gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung und der Bundeszentrale für politische Bildung.

Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht und nur ein Teil von
ihnen versucht, nach Europa zu gelangen. Dabei gibt es erhebliche
Unterschiede, was den Umgang mit geflüchteten Menschen angeht. Ein
solidarisches, gemeinsames “Europäisches Asylsystem” ist bisher nicht
realisiert.

In diesem Workshop teilen die Referent*innen ihre Perspektive, Erfahrung
und Positionierung zur heutigen Migrantionspolitik und der “Festung
Europa”.
Sie werden auch berichten um die Arbeit von selbstorganisierten
migrantischen Initiativen in Deutschland.
Im letzten Teil der Veranstaltung bieten sie eine Lesung von „Die
Suchenden“ mit Q&A-Session im Anschluss. Bis bald!

zur Lesung von „Die Suchenden“
Vor ihm Ungewissheit, hinter ihm Leiden, in ihm Verzweiflung. Ein Zurück
gibt es für den Suchenden nicht, denn »wer als Verlierer zurückkehrt,
legt sich eine Kreuzotter um den Hals«. Aber er will auch nicht als
›Leidender‹ enden wie sein Onkel Djo Ngo’o: zerrieben zwischen den
eigenen Idealen und einem Umfeld, das Idealisten nicht duldet.

Inspiriert durch eigene Erfahrungen stellt Rodrigue Péguy Takou Ndie in seinem dritten Roman existentielle Fragen: Wie lassen sich
Menschlichkeit und Hoffnung bewahren, wenn ›Überleben‹ bedeutet, nicht zurückblicken und mitfühlen zu dürfen – mit denen, die von Schleppern in der Wüste ausgesetzt verdursteten oder erschlagen wurden von
marokkanischen Polizisten? Wenn hinter jedem Hindernis ein weiterer Traum zerplatzt, hinter den messerscharfen Zäunen von Melilla immer nur weitere Zäune warten? Wenn der einzige Freund und Ratgeber seit bald zwei Jahrzehnten in einem Lager irgendwo in Deutschland dahinvegetiert und auf seine Abschiebung wartet?

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