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Fragen & Antworten2020-12-03T14:17:45+01:00

Hier findest du Antworten auf häufig gestellte Fragen. Falls doch noch Fragen bei dir offen sind, melde dich gern bei uns per Email.

Seit wann gibt es die #LeaveNoOneBehind Kampagne?2020-11-28T20:05:07+01:00
Die #LeaveNoOneBehind Kampagne wurde im März 2020 als Reaktion auf die inhumanen Zustände an den europäischen Außengrenzen während der beginnenden Covid-1Pandemie gegründetBesonders hart trifft das Corona-Virus diejenigen, die es ohnehin schon schwer haben. Dazu zählen auch die Geflüchteten an unseren Außengrenzen, wohnungslose, alte und kranke Menschen. Die Corona-Krise lässt das Leid von Schutzsuchendendie Gewalt und die humanitäre Katastrophe in den Hintergrund treten. Dabei ist es gerade jetzt wichtig, zusammenzuhalten. Wir wollen dieser Herausforderung deswegen gemeinsam entgegentreten.
Was ist die #LeaveNoOneBehind-Kampagne?2020-11-28T20:05:12+01:00

Wir verstehen uns als Plattform für eine Bewegung, die in der Krise niemanden zurücklassen will und für eine menschenwürdige Asylpolitikeinsteht. Initiiert wurde die #LeaveNoOneBehind-Kampagne durch Prominente und andere Einzelpersonen. Heute wird sie getragen durch Zehntausende, die an Aktionen und Demonstrationen teilnehmen und sie organisierendurch humanitäre und politische Organisationen und Künstler*innen. Rechtlich trägt der gemeinnützige Verein civilfleet-support e.V. die Kampagne, und organisiert Aktionen und Spendenverteilung für Hilfsprojekte. Außerdem beschäftigt der Verein ein kleines Team in Berlin und an den EU-Außengrenzen, damit die Spenden effektiv vor Ort ankommen und die Kampagne weiter mit Ideen und Tatendrang gefüttert wird.

Was kann ich konkret gegen die Zustände an den EU-Außengrenzen tun?2020-11-28T20:05:16+01:00
Nur gemeinsam können wir weiterhin auf die Zustände an den europäischen Außengrenzen aufmerksam machen und sie verändern. Das ist unser aller Verantwortung. Werde mit uns aktiv und unüberhörbar.  Folgendes kannst du dazu beitragen:
Und was kann ich noch tun?2020-11-28T20:05:21+01:00
Unser Ziel ist, dass alle, die unsere Grundidee teilen, durch #LeaveNoOneBehind Anschluss finden um gemeinsam etwas zu verändern. Kontakte zu Geflüchteten aufbauen, Sachspenden organisieren oder sich einer Gruppe anschließen, die vor Ort Aktionen plant: Es gibt unendlich viele Möglichkeiten sich zu engagieren. Wir wollen gemeinsam mit euch daran arbeiten, dass diese Möglichkeiten genutzt werden.
In ganz Europa gibt es zahlreiche Organisationen und Initiativen, die für unsere Ziele einstehen. Diese suchen immer wieder in verschiedenen Bereichen Unterstützung. Wir haben eine Karte erstellt, in der du Organisationen in deiner Nähe findestbei denen du dich engagieren kannst: https://lnob.eu/europaeische-initiativen/.
Ich möchte gerne selbst vor Ort unterstützen. Ist das möglich? An wen kann ich mich wenden?2020-11-28T20:05:27+01:00

Toll, schreibe uns gerne! Dann können wir dir Möglichkeiten nennen. Sag dabei am besten direkt, was du gerne machen möchtest und bei welchen Organisationen du schon Möglichkeiten gefunden hast, vor Ort aktiv zu werden.

Ich möchte euch gerne mit Sachspenden unterstützen. Wo ist Bedarf und an wen kann ich mich wenden?2020-11-28T20:05:31+01:00

Es gibt viele unterschiedliche Sammelaktionen, die regelmäßig Hilfsgüter an die EU-Außengrenzen bringen oder an wohnungslose Menschen spenden. Manchmal ist es nicht besonders hilfreichein paar alte T-Shirts nach Griechenland zu versenden, da das Meiste auch vor Ort leicht erhältlich ist. Es gibt aber auch ganz konkrete Bedarfe vor Ort. Momentan arbeiten wir daran, ein Netzwerk aus Organisationen aufzubauen und konkrete Anlaufstellen zu nennenBis dahin, und darüber hinaus, könnt ihr eure Sachspenden in unser Tool eintragen. Auch wenn ihr von einer Organisation seid, die Bedarfe anmelden möchte, könnt ihr euch dort eintragen: https://lnob.eu/sachspenden-bedarfsliste/

Was passiert mit meinen Spenden?2020-11-28T20:05:36+01:00
An den europäischen Außengrenzen arbeiten zahlreiche Organisationen und Initiativen, die Menschen auf der Flucht tagtäglich zur Seite stehen. Diese unterstützen wir vor Ort bei ihrer wichtigen Arbeit. Außerdem organisieren wir öffentlichkeitswirksame Aktionen um den politischen Druck auf nationaler und europäischer Ebene aufrecht zu erhalten und auszubauen.  Aktuell stehen nach dem Brand in Moria und der verheerenden Situation in den griechischen Lagern Hilfsprojekte auf den griechischen Inseln im Vordergrund. 
Für die Förderung größerer Projekte arbeiten wir mit dem Stiftungsfonds Zivile Seenotrettung zusammen. Dort entscheidet ein Team aus Vertreter*innen von Sea-Watch, der Seebrücke, civilfleet-support e.V., Sea-Eye und “Solidarity at Sea” über die Mittelvergabe. Organisationen können dort Anträge für konkrete Projekte stellen. Die Gemeinnützigkeit der jeweiligen Antragsteller*innen und die Verwaltung der Mittel wird durch die GLS-Treuhand sichergestellt. Dadurch garantieren wir über einen transparenten Prozess mit hoher Expertise, dass das Geld in Projekte fließt, die tatsächlich einen Unterschied machen.
Welche Projekte habt ihr bisher unterstützt?2020-11-28T20:05:41+01:00
Hier findest du eine Auswahl der bislang durch die Spendenaktionen geförderten Projekte:
Ich benötige eine Spendenbescheinigung. Muss ich diese beantragen?2020-11-28T20:05:45+01:00

Wir versenden Spendenquittungen im Frühjahr des Folgejahres. Grundsätzlich benötigst du bei Spenden bis zu 200 Euro keine Spendenbescheinigung für das Finanzamt. Aus diesem Grund ist es nicht notwendig Spendenbescheinigungen für Beträge bis zu 200 Euro ausstellen. Für den Nachweis der Spende reicht ein selbst erstellter Konto- oder Online-Bank Ausdruck aus. Wichtig dabei ist, dass dein Name, Kontonummer, als auch unsere Daten, sowie der Buchungstag und die Summe ersichtlich sind. Solltest du dringend eine Spendenbescheinigung benötigen, dann schreib uns gerne: kontakt@civilfleet.org

Wie viele Menschen sind weltweit auf der Flucht?2020-11-28T20:05:53+01:00

Weltweit befinden sich ca. 79,5 Millionen Menschen auf der Flucht. Mehr als die Hälfte sucht dabei Schutz innerhalb ihrer Herkunftsländer. 4,2 Millionen Menschen sind Asylsuchende. Ein Großteil der Menschen auf der Flucht findet Schutz in Ländern des globalen Südens: Kolumbien (1,8 Millionen), Pakistan (1,4 Millionen), Uganda (1,4 Millionen), Türkei (3,6 Millionen).  

Wie viele Menschen flüchten über das Mittelmeer?2020-11-28T20:05:58+01:00

Die Fluchtroute über das Mittelmeer ist die tödlichste der Welt. Nach Angaben des UNHCR sind zwischen Januar und 16.November 2020 78,435 Menschen über das Mittelmeer geflohen. 850 sind dabei offiziell ertrunken oder wurden für vermisst erklärt – die Dunkelziffer ist sehr wahrscheinlich um einiges höher. Aktuelle Zahlen findest du hier: https://data2.unhcr.org/en/situations/mediterranean

Wie viele geflüchtete Menschen leben auf Lesbos und anderen griechischen Inseln?2020-11-28T20:06:03+01:00

Auf den ägäischen Inseln Leros, Samos, Lesbos, Kos und Chios leben aktuell rund 20.000 Menschen in völlig überfüllten Lagern.

Warum unterstützen wir den Aufbau eines „neuen Moria“ nicht?2020-11-28T20:06:07+01:00
Eure Spenden werden vor Ort für Organisationen und Projekte eingesetzt, die Hilfe leisten und um auf die Situation aufmerksam zu machen. Dabei wird darauf geachtet, dass die Gelder nicht für den Aufbau eines „neuen Morias“ verwendet werden.
 
Wir möchten die Vereine und Freiwilligen auf Lesbos und den griechischen Inseln dabei unterstützen Menschen auf der Flucht zu versorgen und ihnen ein menschenwürdiges Lebenzu ermöglichen. Wir möchten unter keinen Umständen an Strukturen beteiligt sein, die der Europäischen Union und ihren Mitgliedsstaaten dabei helfen, Menschen Jahre lang in Zeltstätten festzuhalten. Ein neues Moria verbessert nicht die Lage auf Lesbos, sie erneuert das Problem. Mittlerweile sehen wir, dass die Situation noch schlimmer ist als zuvorder erste Regen hat das Lager Kara Tepe überflutet. Weder Unterkünfte, noch Schuldbildung, Essensversorgung, oder Brandschutz werden gewährleistet. Jeder Mensch hat das Recht auf ein faires Asylverfahren und eine Zukunftsperspektive. Diese schaffen wir nicht indem wir die Verantwortung von uns weisen und Menschen auf der Flucht in Lagern auf Inseln einsperren. Eine Umverteilung der Menschen auf die europäischen Mitgliedsstaaten ist nötig, um die lokale Situation zu entspannen und eine langfristige Lösung zu finden.
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