#LeaveNoOneBehind-Info
20.1K subscribers
157 photos
80 videos
3 files
70 links
Momentan Infos zu kabulluftbruecke.de, zu #afghanistan und zur #LeaveNoOneBehind-Kampagne
Download Telegram
to view and join the conversation
Forwarded from Erik Marquardt / News
News from the Borders 18.08.2021

Scheinheilige Pressekonferenz der Taliban +++ EU-Außenminister:innen wollen mit Taliban verhandeln +++ Chaos bei der Evakuierung hält an

▶️ Bei einer ersten Pressekonferenz nach der Machtübernahme gaben sich die Taliban freundlich, sprachen von Frauenrechten und sicheren Verhältnissen. Mit der Realität hat das wenig zu tun.
Mehr erfahrt ihr in der FR

▶️ Gestern trafen sich die Außenminister:innen der EU, um über die Situation in Afghanistan zu beraten. Nun wollen sie mit den Taliban verhandeln, allerdings unter Bedingungen.
Die Tagesschau berichtet

▶️ Das Chaos bei der Evakuierung aus Afghanistan hält weiter an.
Im DLF hat Cem Özdemir die Situation eingeschätzt

▶️ Innerhalb eines Tages haben bereits über 50.000 Menschen das Tool der kabulluftbruecke.de genutzt, um ihren Abgeordneten zu schreiben. Das ist eine sehr wirksame Methode, um Druck auf Politiker:innen aufzubauen.
Teilt den Link gern auch noch in eurem Umfeld, hier könnt ihr euch anschließen

▶️ Dass die Taliban nun die Macht übernommen haben, ist traurige Realität. Mittlerweile sinkt das auch in das Bewusstsein der Menschen ein. Der Guardian beschreibt in einem Artikel, was das unter anderem für Journalistinnen nun für Konsequenzen hat.
Die Recherche könnt ihr hier auf Englisch lesen

▶️ An der Grenze zwischen Belarus und Litauen hat ein Pushback stattgefunden. Die Grenzschützer:innen wurden dabei gefilmt.
Die Situation ist angespannt, die ZEIT berichtet
Afghanistan: Verantwortung übernehmen - Aufnahme jetzt!

Demo Sonntag (22.08) um 13:00 Berlin, Regierungsviertel (Ort wird noch bekannt gegeben).

Vor einer Woche haben die Taliban nach 20 Jahren erneut in Afghanistan die Macht übernommen. Die jetzige Katastrophe war abzusehen und ist direktes Ergebnis von internationalen machtpolitischen Auseinandersetzungen. Alle Afghan*innen, die sich seit Jahren für ein friedliches und demokratisches Afghanistan einsetzen, sind in akuter Lebensgefahr. Deutschland trägt die Verantwortung, für den Schutz dieser Menschen und ihrer Angehörigen zu sorgen!

DEMONSTRATION 22.08.2021 - 13 Uhr, Regierungsviertel
Mehr Infos:
Seebruecke.org
"Today we learned the power of being one voice and united. We were not there to defeat the rights, but to challenge the world of humanity and human’s right defenders."
Says activist, poet and force of nature Parwana Amiri.



Demonstrations happened last Thursday in Athens! 1500 people gathered in downtown Athens and marched to the Parliament demanding solidarity with Afghanistan. Many participants are residents of the Attica camps. Most of them have family members in Afghanistan, some holding up images of their relatives.

Meanwhile, thousands of people gather in front of the airfield in Kabul. Yet, evacuation flights that are leaving Kabul are still half full! The infamous flight with only 7 people on Monday was not an isolated incident, but rather the rule.

Every effort must be made to reunite the families from Afghanistan. Those who want to leave must have the ability to do so. Do not say it is not possible, just make it happen. Fill those planes already!

Image: Lydia Emmanouilidou/The World
WIR HABEN EIN FLUGZEUG!
Jetzt brauchen wir eure Spenden

++Update kabulluftbruecke.de++
In den vergangenen Tagen haben wir gemeinsam mit vielen Nichtregierungsorganisationen geschafft, eine Maschine zu chartern um Schutzsuchende aus Kabul zu evakuieren.
Dank eurer Spenden konnten wir den ersten Flug finanzieren, der am Mittwoch fliegen wird. Aber das ist erst der Anfang: Wir haben Listen von Personen, die gerettet werden müssen, und das Zeitfenster für Evakuierungen kann sich jederzeit schließen.

Wie viele Flieger wir bekommen, entscheidet ihr: Jede Spende hilft, um weitere Menschenleben zu retten. Teilt unseren Spendenaufruf, werdet jetzt aktiv!

Wir werden so viel wie möglich tun, um viele Menschen aus Kabul zu evakuieren, bevor die Truppen abgezogen werden. Was wir geschafft haben, zeigt, dass es mit Willen auch einen Weg gibt.

Achtung: Jeder, der mitgenommen werden kann, wird persönlich kontaktiert. Es ist sehr gefährlich, einfach zum Flughafen zu kommen ohne vorher dazu aufgefordert worden zu sein.
Wir haben als zivilgesellschaftliche Kabulluftbrücke angekündigt, Schutzbedürftigen, die bisher auf offiziellen Listen nicht berücksichtigt oder evakuiert wurden, bei der Evakuierung zu helfen und haben es trotz großer Herausforderungen und massiver Widerstände seitens der deutschen Bundesregierung geschafft.

Doch was wir in den letzten Tagen erfahren haben, ließ uns sprachlos und wütend zurück. Mit immensem Aufwand konnten wir 18 gefährdete Ortskräfte aus Kabul in Sicherheit bringen. Dabei hätten es hunderte mehr sein können, wenn unsere Rettungsaktion nicht aktiv vom Auswärtigen Amt blockiert worden wäre. Hunderte Menschen haben wir offiziell auf Listen des Auswärtigen Amtes registrieren und absegnen lassen, doch die Regierung weigerte sich, eine E-Mail zu schreiben, um den Transport an den Flughafen freizugeben. Unser Flugzeug stand bereit. Doch niemand sollte evakuiert werden.

Lest unser vollständiges Statement auf unserer Webseite: https://www.kabulluftbruecke.de/update/
Von dort wurden sie mit einer Militärmaschine der USA ausgeflogen und warten in Riad und Doha auf ihre Weiterreise. Trotz der Blockadehaltung des Auswärtigen Amtes und des deutschen Innenministeriums haben wir die Menschen, die für die Evakuierung in unserem Flugzeug vorgesehen waren, nie aufgegeben. Die letzten zwei Tage haben wir händeringend nach Wegen gesucht, sie ohne Unterstützung der Bundesregierung in den Kabuler Flughafen zu bekommen und zu evakuieren, bevor das Zeitfenster endgültig geschlossen wird. Und wir haben es geschafft.
 
Lest unser vollständiges Statement dazu auf der Webseite der www.kabulluftbruecke.de. Am Montag findet eine Pressekonferenz statt. Die Details werden wir zeitnah kommunizieren, in der Zwischenzeit Anfragen an: press@kabulluftbruecke.de
Habt ihr noch Fragen zur Kabul Luftbrücke?

Ob anschließend an die Pressekonferenz oder ganz generell - ihr könnt alles fragen.
Media is too big
VIEW IN TELEGRAM
Die Deutschen Behörden - das Auswärtige Amt, die Bundesregierung, aber vor allem das Bundesinnenministerium - stellen Listen über Menschenleben.

Es ist jetzt wichtiger denn je, die Menschen in Afghanistan nicht zurück zu lassen. Auf unserer Pressekonferenz vor dem Bundesinnenministerium, fordern wir als starke Zivilgesellschaft gemeinsam mit Fridays for Future, dass die Listen endlich geöffnet werden, dass Menschen nicht auf der Flucht behindert werden, dass endlich sichere Fluchtwege geschaffen werden - über neue Luftbrücken und über Land.

Von der deutschen Politik erleben wir ein skandalöses Multiorganversagen und deshalb werden wir als LeaveNoOneBehind und Kabul Luftbrücke weiter an Lösungen arbeiten und den politische Druck hochhalten. Wir stehen einem zynischem Abschottungsaparat gegenüber und sind weiterhin auf eure Spenden angewiesen!

Die vollständige Pressekonferenz und die Möglichkeit zu spenden findet ihr auf der Webseite der Kabul Luftbrücke www.kabulluftbruecke.de/livestream
This media is not supported in your browser
VIEW IN TELEGRAM
Es ist zum Verrücktwerden. Während in die Pressekameras Phrasen gesagt werden wie “wir lassen niemanden zurück”, blockiert das Bundesinnenministerium bewusst die Aufnahme von Personen, die im Zuge der kabulluftbruecke.de evakuiert werden konnten. Hier geht es wohlgemerkt um Menschen, die vom Auswärtigen Amt bereits eine Einreise nach Deutschland zugesichert bekommen hatten.

Darunter ist der afghanische Stern-Mitarbeiter Rasool Sekandari, der heute gegen seinen Willen von Ramstein in die USA ausgeflogen wurde und Ahmad, hier im Video, einem Reporter, der unter anderem für den Spiegel arbeitete und trotz Listenplatz und Einreisegenehmigung für Deutschland noch immer in Doha festsitzt.

Blockierte Evakuierungsversuche, selber nur einen Bruchteil der versprochenen Gefährdeten evakuieren, und jetzt auch noch die wenigen Menschen, die von uns evakuiert wurden (und die ZUSAGEN für Aufnahme in DE haben), nicht nach Deutschland lassen?

Die Listen müssen sofort geöffnet werden und die Blockade aufhören.
Du möchtest dich an der gemeinsamen Bundestagsaktion von LeaveNoOneBehind, Seebrücke und Sea-Watch beteiligen und hast zwischen dem 14.09.2021 und 16.09.2021 Zeit?

Wir brauchen helfende Hände um ein riesiges Foto-Mosaik für die Kampagne "Menschenrechte sind #unverhandelbar" vor den Bundestag aufzubauen. Umso mehr Menschen wir sind, desto stärker wird das Signal, welches wir an die Politik senden. Wenn du Zeit und Lust hast, komme in die Signal oder Telegram-Gruppe:

Signal: https://signal.group/#CjQKIFiJpSsWsXGIGf759Rg0FCB1It8-14NKBMdeQ6sqoctREhCdqrPVDlUzndW9jt3hIQZs

Telegram: https://t.me/joinchat/VR3wdBlqtfnaxdeO
Wir treffen uns heute um 17 Uhr vor dem Reichstag, um die tödliche Abschottungspolitik der Regierung anzuklagen: Menschenrechte sind #unverhandelbar ✊🏿✊🏾✊🏽✊🏼✊🏻 kommt zahlreich ! (wer Zeit hat & unterstützen will: auch gerne schon ab 8 Uhr zur Hilfe beim Aufbau)
This media is not supported in your browser
VIEW IN TELEGRAM
Aus 48 000 Fotos all der deutschen Politiker*innen, die mit ihrem Abstimmungsverhalten und politischen Entscheidungen Verantwortung für die zahlreichen Menschenrechtsverletzungen an den EU-Außengrenzen tragen, entsteht gerade vor dem Reichstag in Berlin das größte Foto-Mosaik der Welt. Wir klagen an und nehmen den Status der Entrechtung nicht länger hin, denn Menschenrechte sind #unverhandelbar!

Kommt jetzt zahlreich auf die Reichstagswiese. Unterstützt uns beim Fertigstellen des Protestbildes und auf der Kundgebung. Lasst uns laut gemeinsam laut sein!