#LeaveNoOneBehind-Info
18.4K subscribers
126 photos
75 videos
3 files
49 links
Alle Infos zu #Moria und zur #LeaveNoOneBehind-Kampagne
Download Telegram
to view and join the conversation
Kara Tepe, das alternative und etwas menschlichere Lager auf Lesvos, ist nun geschlossen. Am Donnerstag wurden die letzten Menschen entweder aufs Festland oder ins neue Moria verlegt.

Hanine ist eine von ihnen. Sie ist 75 Jahre alt, hat Asthma und kann nicht eigenständig zur Toilette gehen.

Omid ist einer von ihnen. Er ist 12 Jahre alt, erlitt psychisches Trauma und hat gelegentliche Krampfanfälle. Laut seinen Eltern hatte er in der ersten Nacht in Moria einen neuen Anfall.

Bilal ist einer von ihnen. Er ist 21 Jahre alt, seine Eltern sind beide über 65. Seine Mutter hat Diabetes.

Khalid ist einer von ihnen. Er erlitt bei einer Bombenexplosion in Syrien eine Hirnverletzung und verlor Teilfunktionen der Beine und Arme. Im elektrischen Rollstuhl kann er sich auf dem felsigen Boden Morias nicht bewegen.

Hanine, Omid, Bilal, Khalid und etwa 1000 andere sind extrem verletzlich. Sie können in den Lagern, die eine direkte Bedrohung für ihr Wohlergehen darstellen, nicht leben. Evakuiert die Camps endlich, jetzt!
Media is too big
VIEW IN TELEGRAM
"Wir brauchen Geld, wir brauchen Frieden", antwortet Gulbuddin auf die Frage, was er sich für die Zukunft wünscht. Wie viele andere flüchtende Menschen sitzt er an der bosnisch-kroatischen Grenze fest, ohne ausreichende medizinische Versorgung, ohne sichere Unterkunft, ohne Zukunftsgewissheit.

Mit unserer Serie #HumansOfBosnia bieten wir denjenigen eine Plattform, die die unmenschliche Migrationspolitik Europas selbst betrifft und bereit sind, ihre Wünsche, Probleme und Zukunftsträume mit uns teilen. Denn um würdevolle Bedingungen für alle Menschen zu schaffen, müssen europäische Gesellschaften nicht nur andere politische Strukturen schaffen - wir müssen auch verändern, wie über flüchtende Menschen gedacht und gesprochen wird. #LeaveNoOneBehind

🎥: Frédéric de La Houssaye
++ Job ++

Du willst etwas gegen die inhumane Migrationspolitik tun und hast Lust, Teil eines dynamischen Teams und internationalen Netzwerks zu sein? Dann bewirb dich jetzt als Leiter*in der Social-Media- und Öffentlichkeitsarbeit für #LeaveNoOneBehind!

Wir freuen uns insbesondere über Bewerbungen von FLINT und BIPoC Personen und von Menschen mit Behinderung. Die Ausschreibung findest du hier - sag es gern weiter!

https://lnob.net/jobs/leiterin-der-oeffentlichkeitsarbeit-vollzeit/
"Migration ist die Mutter aller Gesellschaften. So war es in der Geschichte immer. Menschen auszugrenzen, die ein besseres Leben für sich und ihre Familien suchen, ist für mich ein rassistisches Unrecht, damit werde ich mich nie abfinden." Hagen Kopp

Nachdem es im Juli 2020 vor dem Amtsgericht in Alzenau einen glatten Freispruch für Hagen gab, hatte die Staatsanwaltschaft Aschaffenburg Berufung eingelegt. Der Prozess findet am 6. Mai in Aschaffenburg statt. Das Vergehen? BürgerInnenAsyl.

Liebe Leute, wir brauchen euch: Macht jetzt mit beim Online-Tweet Storm! Zeigt eure Solidarität online auf den Sozialen Medien.

Folgt und retweetet hierzu die Accounts von We'll Come United:
https://www.facebook.com/welcomeunited
https://twitter.com/wellcomeunited
https://www.instagram.com/wellcomeunited/

Share-Pictures gibts überall online oder hier: https://we.tl/t-C8lsRoKSpD

Informationen zum Hintergrund: https://aktionbuergerinnenasyl.de/prozess/

Make deportations history. Kein Mensch ist illegal!

#StopDeportation
#ContestOfShame gegen Frontex!

Als wären Grenzgebiete ein angenehmes Urlaubsziel für flüchtende Menschen veranstaltet die europäische Grenzschutzagentur Frontex einen Fotowettbewerb zum #Europatag. Mitarbeitende können Fotos in drei verschiedenen Kategorien einzureichen: "Zusammenarbeit mit nationalen Behörden", "Grenzlandschaften" und, am zynischsten, "eine helfende Hand an der Grenze". Es wäre ein schlechter Scherz, wenn Menschen dort nicht buchstäblich sterben würden.

Du bist auch kurz davor, dich übergeben zu müssen? Dann mach mit bei der Aktion des ÜberGrenzen Kollektivs am 9. Mai, wenn Frontex die Gewinner*innen bekannt gibt. Teile deine eigenen Bilder, die die Realität der EU-Grenzen zeigen, oder reposte Bilder von anderen Kanälen und verwende die Hashtags #ContestofShame und #StopFrontex. Lasst uns so die Sozialen Medien von Frontex fluten und zeigen, dass wir uns nicht von ihren zynischen PR-Kampagnen blenden lassen! #LeaveNoOneBehind
Media is too big
VIEW IN TELEGRAM
Humans of Lesvos - Atifa (EN in comments)

"Es ist wahnsinnig, dass jemand diesen weiten Weg auf sich nimmt, nur um nach Europa zu kommen." Atifa Gehrdi betont, dass Menschen nach all den Gefahren und Risiken einer Flucht Schutz verdienen.

Mit unserer Serie #HumansOfLesvos bieten wir denjenigen eine Plattform, die die unmenschliche Migrationspolitik Europas selbst betrifft und bereit sind, ihre Wünsche, Probleme und Zukunftsträume mit uns teilen. Denn um würdevolle Bedingungen für alle Menschen zu schaffen, müssen europäische Gesellschaften nicht nur andere politische Strukturen schaffen - wir müssen auch verändern, wie über flüchtende Menschen gedacht und gesprochen wird. #LeaveNoOneBehind

🎥: Anne Speltz
Auf Lesbos werden Kerzen für die 85 Menschen angezündet, die letzte Woche bei einem Bombenanschlag in Kabul getötet wurden. Am Samstag explodierten dort eine Autobombe sowie zwei weitere Bomben in der Nähe einer Mädchenschule. Die meisten der Opfer waren Schülerinnen zwischen elf und siebzehn Jahren. Eine unfassbar grausame Tat im Kontext zunehmender Gewalt in Afghanistan.

Unsere Gedanken und Anteilnahme gelten den Angehörigen derer, die nie mehr nach Hause zurückkehren werden. Wieder einmal zeigt dieser Anschlag auf brutalste Weise, dass Afghanistan kein sicheres Land ist. Die Abschiebungen, die die deutsche Regierung weiterhin durchführt, setzen aktiv Menschenleben aufs Spiel.

#LeaveNoOneBehind #StopDeportation #Kabulschoolattack #AfghanistanNotSafe

📸: Tessa Kraan
Film-Empfehlung gefällig? "... and here we are! Eine Filmschule in Moria" ist eine großartige Reportage über Refocusmedialabs. In unserem Partnerprojekt auf Lesbos lernen junge Menschen wie Nazanin, Reportagen und fiktionale Filme zu produzieren. Wie genau das abläuft und welche Möglichkeiten, aber auch Schwierigkeiten das für Studierenden mitbringt - das alles seht ihr in KatjaRiemann's Doku, die jetzt in der ARTE-Mediathek verfügbar ist.

https://www.arte.tv/de/videos/102860-000-A/square-artiste-carte-blanche-fuer-katja-riemann-schauspielerin/
Tausende Menschen sind in den letzten zwei Tagen aus Marokko geflohen. Nachdem sie von den unbewachten marokkanischen Grenzen erfuhren, verließen viele schlagartig das Land. Ohne Habseligkeiten schwammen sie entlang der Grenzzäune in die spanische Enklave #Ceuta.

Armeetruppen und Polizei wurden schnell nach Ceuta entsandt. Menschen, die aus dem Wasser kamen, wurden mit Tränengas und Polizeigewalt begrüßt. Das Rote Kreuz vor Ort berichtet, dass Dutzende von Menschen Anzeichen von Unterkühlung zeigten.

Vor Jahrzehnten haben Spanien und Marokko ein bilaterales Abkommen unterzeichnet, das vorsieht, dass jede Person, die über das Moroccant territorium nach Spanien gelangt, ohne Prüfung ihres Rechts auf internationalen Schutz zurückgebracht werden kann. Bereits die Hälfte der Angekommenen wurde gnadenlos nach Marokko zurückgeschoben.

An alle Journalisten und Politiker, die diese humanitäre Krise als "illegale Migration" und "Invasion" bezeichnen: Tun Sie nicht so, als würden die Menschen alles hinter sich lassen und ihr Leben riskieren, um über Grenzen hinweg zu schwimmen, nur um die Europäische Union zu quälen.

Marokko ist de facto eine Diktatur in einer Wirtschaftskrise. Die Menschen fliehen vor Armut, Hoffnungslosigkeit und Unterdrückung. Das Wort "Invasion" ist schrecklich fehl am Platz, um flüchtende Menschen zu beschreiben, die erschöpft und zitternd an einem Strand ankommen.
Ali Hussein ist 35 Jahre alt und kommt aus dem Irak. Er lebt im Lager #Moria2 in Griechenland in einem Zelt mit sieben anderen Männern aus Syrien.

"Ich bin aufgrund der Homophobie aus meinem Land geflohen - und jetzt erlebe ich hier genau das Gleiche - noch dazu ohne einen Rückzugsort, ohne Privatsphäre. [...] 
Als LGBT Person habe ich immer in Schwierigkeiten gelebt, habe Angst davor angegriffen zu werden, selbst wenn ich nur zur Toilette gehe. [...]
Ich bin enttäuscht. Diese Art von Leben habe ich in Europa nicht erwartet. Ich hatte gehofft, dass ich hier als LGBT frei bin, dass ich mich Hand in Hand mit meinem Freund auf der Straße bewegen kann. Diesen Traum kann ich im Camp nicht verwirklichen."

Die Erfahrung von Ali, sein Leben in Angst, geprägt durch Diskriminierung als LGBTIQ+-Person, ist kein Einzelfall. Viele LGBTIQ+-Menschen sind gezwungen, ihre Heimatländer zu verlassen, weil sie unterdrückt, diskriminiert und teils verfolgt werden. 
In den Massenlagern in Griechenland, dicht gedrängt in Zelten mit weiteren Menschen auf der Flucht - in Zelten für Wochen, Monate und manchmal Jahre - bekommen die Campbewohner*innen nicht den Schutz und die Privatsphäre, die sie brauchen. Das ist besonders riskant und gefährlich für Menschen, die von Diskriminierung betroffen sind, wie es LGBTIQ+ leider noch immer sind. 

Doch diese Situation muss nicht so sein, wie sie jetzt ist. Es gab Camps wie #Pikpa und #KaraTepe, die für schutzbedürftige Menschen auf der Flucht - insbesondere Kinder, Frauen und LGBTIQ+ Personen - aufgebaut wurden, um ihnen Hilfe und Schutz zu bieten. Doch anstatt die Community zu würdigen, die das Pikpa-Camp betreute, beschlossen die griechischen Behörden, es zu schließen. Sie wollten diese Form des Schutzes nicht, sie wollten keinen sicheren und menschlichen Ort, an dem vulnerable Menschen leben können. Das ist die harte Realität für LGBTIQ+-Menschen auf der Flucht.  
#LeaveNoOneBehind

📸: @yousif_alshewaili

#loveislove #LGBTQ #pride 
#LeaveNoOneBehind
Eine oft nicht bekannte Tatsache:
Die meisten Syrer bekommen auf den griechischen Inseln Asylablehnungen.
Khalid ist einer von ihnen.

Khalid lebt mit seiner Frau sowie seinen zwei Kindern im Camp Moria2. In Syrien wurde sein Haus von einer Bombe getroffen. Sein Vater starb bei der Explosion und Khalid kann seitdem weder seinen rechten Arm noch seine Beine bewegen. "Geh nach Europa, dort wird man dir helfen", rieten ihm Freund*innen. Knapp zehn Jahre später ist er nun einer der 35 tausend Geflüchteten, die unter unmöglichen Lebensbedingungen in den griechischen Geflüchtetencamps gefangen sind.

Wie viele andere Menschen auf der Flucht wird er abgelehnt, weil er nicht beweisen konnte, dass die Türkei kein sicherer Ort für ihn ist.

In Khalids Asylanhörung wurde kein einziges Wort über Syrien verloren.
Stattdessen musste er beweisen, dass die Türkei kein sicherer Ort für ihn ist.

Khalids Fall ist ein Beweis des Konzepts "sicherer Drittstaat" in seiner grausamsten Form. Besonders bei syrischen Asylsuchenden wird dieses Argument sehr oft angewendet. Dieses Konzept wurde durch den EU-Türkei Deal weiter verstärkt und es ermöglicht EU-Mitgliedsstaaten die Asylanträge von Menschen abzulehnen mit der Begründung, sie hätten bereits ein "sicheres" Land vor ihrer Ankunft in Europa durchquert. Die Türkei wird als solches identifiziert und soll daher als Asylland gelten. Damit gelingt es den EU-Staaten wieder einmal, sich ihrer Verpflichtung zum Schutz von Geflüchteten effektiv zu entziehen.

Khalid und seiner Familie droht die Abschiebung zurück in die Türkei.

#StopDeportations
#LeaveNoOneBehind
Menschenrechte sind #unverhandelbar! Willst auch du die Bilder der schrecklichen Lager nicht länger sehen? Seit Jahren die immer selben Nachrichten von ertrinkenden Geflüchteten im Mittelmeer hören? Immer wieder von grausamen Misshandlungen und illegalen Push-Backs an der EU-Außengrenze lesen? Während deutsche Politiker:innen jede Schuld von sich weisen und faktisch Menschenrechte in Hinterzimmern zum Verhandlungsgegenstand verkommen lassen?

Unterstütze die #unverhandelbar-Kampagne, unterschreibe die Petition, komm zu den Demos und hilf mit deiner Spende. Alle Infos findest du auf:

https://unverhandelbar.jetzt/
Abolish Frontex !

Wir klagen an - Menschenrechte sind unverhandelbar!

Seit 2005 ist das Frontex-Budget um 7560% gestiegen, obwohl Journalist*innen, NGOs und Forschungsgruppen zahlreiche Beweise von FRONTEX-Beteiligungen an Entführungen, Körperverletzungen, Aussetzungen auf hoher See, Lebensbedrohungen, Mord und Abschiebungen in unsichere Länder veröffentlichten.

Wir schauen dem nicht mehr länger zu und unterstützen Menschenrechtsanwalt Omer Shatz in der ersten Klage überhaupt gegen FRONTEX vor dem europäischen Gerichtshof. Die Klage richtet sich gegen die systematische Abschreckungspolitik von FRONTEX und die Zusammenarbeit mit den kriminellen Praktiken der griechischen wie türkischen Küstenwache. Die Klage wurde im Namen zweier Asylsuchender eingereicht; einem unbegleiteten Minderjährigen, sowie einer Frau. Auf europäischen Boden angekommen (Lesbos, Griechenland), wurden die Asylsuchenden gewaltsam zusammengetrieben, ausgeraubt, entführt, festgenommen und kollektiv ausgewiesen. Zur Durchsetzung dieser Abschiebung wurden die Asylsuchenden gewaltsam zurück zur See befördert und auf Rettungsflößen zurückgelassen, welche über keinerlei Navigation, Nahrung oder Trinkwasser verfügten. Erstmalig wird ein Gericht über die Mittäterschaft von FRONTEX bei schwerwiegenden Verstößen gegen internationales und europäisches Recht urteilen. Wir fordern eine Rückkehr zur Rechtsstaatlichkeit an den EU-Außengrenzen und die Agentur FRONTEX dazu auf, ihre Aktivitäten einzustellen.

FRONTEX und die EU verfolgen eine Politik, die darauf abzielt, Migration um jeden Preis einzudämmen. Als Konsequenz haben mehr als 40.000 Menschen seit 1993 ihr Leben verloren.

Helft uns, teilt den Aufruf und spendet, um die Kosten des Rechtsstreits decken zu können. Denn Menschenrechte sind unverhandelbar!