#LeaveNoOneBehind-Info
19.4K subscribers
114 photos
67 videos
2 files
42 links
Alle Infos zu #Moria und zur #LeaveNoOneBehind-Kampagne
Download Telegram
to view and join the conversation
This media is not supported in your browser
VIEW IN TELEGRAM
Zwischen dem täglichen Horror des neuen Moria-Camps gibt es auch immer wieder solche Momente: ein Gitarrenkonzert und eine spontane Ausstellung. Die Künstler*innen Lida und Shukran Shirzad leben selbst im Lager und arbeiten mit der Schule "Wave Of Hope" zusammen, die von Geflüchteten für Geflüchtete organisiert wird. Weil es im neuen Camp keinen Platz mehr für die Schule gibt, bietet das Künstler*innen-Ehepaar ihren Malunterricht nun in ihrem eigenen Zelt an. Alle Bilder, die hier zu sehen sind, entstanden dort. Einige davon sind nun im Rahmen einer Wanderausstellung auf dem Weg nach Deutschland. Welche Ironie, dass Kunstwerke nach Europa reisen können, während ihre Künstler*innen weiterhin im Lager festsitzen.

Weitere Infos zur Ausstellung und Möglichkeiten, die Künster*innen zu unterstützen, findet ihr hier: https://www.gofundme.com/f/waveofhope
Liebe Telegram-Community,
wir brauchen eure Hilfe. Seit dem Gerichtsprozess der #Moria6, in dem bislang zwei der sechs Angeklagten willkürlich verurteilt wurden, ist nun eine Woche vergangen und trotzdem fehlt bisher der mediale Aufschrei. Bitte helft uns, die Infos und Forderungen zu verbreiten: Kopiert den unten stehenden Text und postet ihn auf euren Social Media Kanälen, schickt ihn per Mail an eure Abgeordneten und schafft mit uns eine breite Öffentlichkeit. Denn der Fall ist skandalös und darf nicht einfach hingenommen werden! #FreeMoria6
#FreeMoria6!

In einem willkürlichen Gerichtsprozess wurden zwei junge Männer letzte Woche von einem griechischen Gericht zu fünf Jahren Haft wegen Brandstiftung verurteilt. Gemeinsam mit vier weiteren Angeklagten werden sie beschuldigt, das Feuer gelegt zu haben, das im September 2020 zum Abbrennen des alten Moria-Camps führte. Das Urteil ist ein Skandal und der Prozess eines Rechtsstaats nicht würdig.

Der Fall zeigt deutlich, wie die Justiz aktiv internationales und europäisches Recht ignoriert, um Migrant*innen zu kriminalisieren. Der Prozess war von verschiedenen juristischen Einschüchterungsmethoden gezeichnet: Die Polizeipräsenz war konstant hoch, den Angeklagten wurde das Recht aberkannt, ihre Anwält*innen frei zu wählen und auch die Möglichkeit verwehrt, Zeug*innen ins Kreuzverhör zu nehmen. All dies legt die Logik eines Prozesses offen, in dem die Angeklagten nie als gleichberechtigte Individuen betrachtet wurden.

Wer migrantischen Protest gegen untragbare Lagerbedingungen als reine Straftat behandelt, ignoriert dadurch aktiv die Zustände und Realitäten aller Bewohner*innen der Camps. Dabei sind die wahren Verantwortlichen des Brandes die griechischen und europäischen Politiker*innen, die die Existenz von entmenschlichenden Lagern überhaupt erst möglich machen.

Ob im griechischen Gerichtswesen oder deutsche Asylverfahren sind: ein System kann nicht behaupten, Gleichberechtigung zu garantieren, wenn es gleichzeitig Migrant*innen diskriminiert, kriminalisiert und dadurch ihr Leben und ihre Sicherheit bedroht.

Wir fordern: Freiheit für die #Moria6! Evakuiert alle Camps!
#LeaveNoOneBehind

Mehr Infos und Updates zum Prozess findet ihr beim Legal Centre Lesvos: http://legalcentrelesvos.org/2021/03/09/justice-for-the-moria-6/
Poster-Aktion gegen den EU-Türkei-Deal!
Heute jährt sich der EU-Türkei-Deal zum fünften Mal. Ein Deal, der einen weiteren Versuch der EU darstellt, ihre Verantwortung zum Schutz von Menschenrechten zu vermeiden. Und ein weiterer Grund für uns, dagegen laut zu werden.

Was genau ist der EU-Türkei-Deal?

Als interne Maßnahmen versagt hatten, bemühte sich die EU um externe Lösungen. So entstand der EU-Türkei-Deal. Die “Kontrolle” über Migration wird externalisiert und die Verantwortung für Asylverfahren an Drittstaaten wie die Türkei abgegeben. Das “Outsourcing” von Grenzkontrollen wird von der steigenden Militarisierung der Grenzpolitik begleitet - so haben Frontex-Einsätze meist einen stark militärischen Charakter.

Mit dem Deal hat die EU ihre Menschenrechtsverpflichtungen verkauft. Die Türkei wurde beauftragt, Menschen davon abzuhalten, ein Leben in Sicherheit zu suchen. Doch die EU ist zufrieden, da Geflüchtete in der Türkei bleiben; die Türkei ist zufrieden, weil sie an Geld und Einfluss gewonnen hat - die klaren Verlier*innen sind geflüchtete Menschen.

Was kannst du dagegen tun?

Wir wollen unserem Protest gegen EU-Türkei-Deal Ausdruck verleihen - ob im öffentlichen Raum oder in den eigenen vier Wänden. Auf nowyouseememoria.eu/gallery findet ihr viele verschiedene Poster in mehreren Sprachen, die ihr kostenlos herunterladen und ausdrucken könnt.

Lasst uns unseren Protest gemeinsam sichtbar machen! #LeaveNoOneBehind
Corona-Ausbruch in zwei Camps an den EU-Außengrenzen (EN in comments)

Im Camp Borici in Bosnien wurden gestern 36 Menschen positiv auf #Covid19 getestet. Im Camp Vathy auf der griechischen Insel Samos sind es 8 Menschen. Während Deutschland sich darüber beschwert, nicht genügend Impfstoff von der EU bekommen zu haben, war es nur eine Frage der Zeit, bis das Corona-Virus die Camps an den EU-Außengrenzen erreichte. Denn die Hygieneschutzmaßnahmen sind prekär und Social Distancing mit vielen Familien auf wenig Platz unmöglich. Strukturelle Ungleichheit und Rassismus zeigen sich auch beim Umgang mit einer globalen Pandemie. Dieser aktuelle Covid19-Ausbruch ist ein erneuter Weckruf an die EU - es wird Zeit, dass er endlich gehört wird und Taten folgen. Die Camps müssen dringend evakuiert werden! #LeaveNoOneBehind

📸: Dunya Collective
Wir gehen auf Tour d'Amour!
Die Kulturbranche liegt seit dem Beginn der Corona-Pandemie brach. All die Nightliner, Vans und Reisebusse, die sonst für Touren genutzt werden, stehen gerade nutzlos herum. Gleichzeitig sitzen zehntausende Menschen an den europäischen Außengrenzen fest, weil die EU-Migrationspolitik weiterhin auf Abschottung statt auf Aufnahme setzt. Deswegen haben sich fast 100 Künstler*innen im Spirit von #LeaveNoOneBehind zusammengeschlossen, um ein Zeichen gegen Ungerechtigkeit und rassistische Grenzpolitik zu setzen: Die Tour d'Amour geht an den Start.

Wie funktioniert das?

Am Samstag, dem 27. März, nehmen sechs Clubs in Deutschland einen Tag lang Sachspenden entgegen. Diese Spenden werden, eng abgestimmt mit den Bedarfslisten der NGOs an den EU-Außengrenzen, anschließend mit Hilfe der Tourbusse zu den Organisationen des Bündnisses „grenzenloseHilfe.de“ gebracht, die die Verteilung an den Außengrenzen übernehmen.

Warum das Ganze?

Das Ziel der Tour d'Amour ist es nicht, nur Sachspenden zu sammeln und den Mangel an den EU-Grenzen kurzfristig zu lindern - wir wollen den Mangel langfristig komplett beseitigen. Doch das ist eine politische Aufgabe. Allein in Deutschland sind über 200 Kommmunen dazu bereit, Schutzsuchende aufzunehmen, doch die Bundesregierung blockiert diese Aufnahmebereitschaft weiterhin aus politischen Gründen. Deswegen stellen wir Tourbusse zur Verfügung, um zu zeigen: Es kann nicht so schwer sein! Wir fordern die Bundesregierung zu einem sofortigen Stopp der Aufnahmeblockade auf und betonen, dass die Lager an den Außengrenzen endlich evakuiert werden müssen.

Um die Tour d'Amour zu verwirklichen, brauchen wir jetzt eure Hilfe. Alle weiteren Infos findet ihr hier: https://lnob.net/tour-amour/

Ein großes Dankeschön geht an alle Künstler*innen, die am Start sind: Deichkind, Jennifer Weist, Sookee, Amewu, Thees Uhlmann, Tocotronic und viele viele weitere! 🧡
Keine Gerechtigkeit in einem rassistischem Klima! (Teil 1) - EN in comments

Seit letzter Woche ist eine Gruppe junger Aktivist*innen von Ende Gelände und Seebrücke in der französischen Stadt Calais, um dort solidarische Strukturen für Geflüchtete zu unterstützen. Im Laufe der nächsten Wochen werden wir unsere Plattform immer wieder nutzen, um von den Zuständen in Calais und dahinterliegenden politischen Strukturen zu berichten. Denn #LeaveNoOneBehind bedeutet auch, klimagerechte und antirassistische Kämpfe zu verbinden.

Calais ist eine französische Stadt am Ärmelkanal, die durch den Eurotunnel und Fähren mit England verbunden ist. Der Ort ist somit das Bindeglied zwischen Kontinentaleuropa und Großbritannien - und ein Ort, an dem kontinuierlich Menschenrechtsverbrechen stattfinden. In den Hütten und Verschlägen des "Jungle of Calais", wie das Camp genannt wurde, lebten zwischen 2015 und 2016 schätzungsweise 7.000 bis 10.000 Menschen. Dieses Lager wurde im Sommer 2016 von der Polizei unter massivem Einsatz von Gewalt geräumt. Versprechungen, eine neue Unterkunft zu organisieren, wurden nicht eingehalten: Seitdem leben Menschen auf der Straße und in kleinen Zeltlagern, die alle 48 Stunden von der Polizei gewaltsam geräumt werden. Dabei ist es gängige Praxis, die Zelte abzureißen und zu zerschneiden.

Auch der sichere Transit nach Großbritannien ist für in Calais lebende Geflüchtete nahezu unmöglich und wird systematisch kriminalisiert. Beim Versuch, die französisch-britische Grenze zu überqueren, starben seit 2016 bereits 302 Menschen - ohne Dunkelziffer. Wie auch die gesamte Situation in Calais sind diese Toten sind keine Unglücke, sondern politische Entscheidungen. Die Europäische Union missachtet Menschenrechte nicht nur an den griechischen und kroatischen Grenzen, sondern auch in Frankreich, dem Herzen Europas. #LeaveNoOneBehind #NoJusticeInARacistClimate
Gerechtigkeit für die El Hiblu 3! (EN in comments)

In Malta droht drei Teenagern aus afrikanischen Ländern eine lebenslange Haftstrafe, weil sie sich dafür einsetzten, dass sie und über 100 weitere Menschen nach der Rettung aus akuter Seenot nicht zurück in die Lager Libyens gebracht wurden. Die Ermittlungen der maltesischen Behörden stellen die Bedrohten nun als Täter dar, aus Deeskalation wurden Terrorismus-Vorwürfe. Dadurch wird der Sachverhalt auf den Kopf gestellt und international anerkannte Prinzipien des Rechtsstaats und Menschenwürde erodiert. Den detaillierten Sachverhalt könnt ihr auf elhiblu3.info nachlesen.

Das Diffamieren und Kriminalisieren von Menschen, die um ihr Leben und ihre Rechte kämpfen, muss ein Ende haben. Beteiligt euch und mobilisiert mit uns gegen Menschenrechtsverletzungen und Ungerechtigkeit: Postet ein Selfie mit einem Schild, auf dem "Free El Hiblu 3" oder "Drop the charges" steht, taggt @elhiblu3 (Instagram & Twitter) und teilt euren Aufruf unter dem Hashtag Free #ElHiblu3.
Wintervorbereitungen sind sinnvoll, bevor es Winter wird!
(EN in comments)

Bloß ein halbes Jahr zu spät besucht Ylva Johansson, EU-Kommissarin für Inneres, am Montag die Insel Lesbos. Denn in ihren Worten sei der Frühling "die beste Zeit, um sich auf den Winter vorzubereiten".

Vielleicht hätte sie die Menschen in den Lagern - die einen eiskalten, nassen und ermüdenden Winter hinter sich haben - besser fragen sollen, wann der beste Zeitpunkt für solche Vorbereitungen gewesen wäre. Schon im September letzten Jahres haben Campbewohner*innen, Aktivist*innen, NGOs und Journalist*innen vor den qualvollen kommenden Monate gewarnt, wenn keine winterfesten Unterkünfte organisiert werden würden.

Doch es änderte sich so gut wie nichts. Die Menschen in den Lagern mussten heftige Stürme und eisige Nächte in dünnen Zeltplanen ertragen, ohne Heizung, ohne warmes Wasser, mit so gut wie keinem Strom.

Johansson erklärte diesen Zustand als "bedauerlich" - ein Begriff, der ein unglückliches Ereignis beschreibt. Doch die entmenschlichenden Lager auf den griechischen Inseln sind alles andere als ein tragischer Zufall: Sie sind das Resultat willentlicher Fahrlässigkeit und sollen Menschen schlichtweg davon abhalten, nach Europa zu kommen. Wenn Johannson jetzt die Insel besucht, nach monatelangem Nichtstun, sieht sie die unwürdigen Bedingungen der Lagern hoffentlich mit ihren eigenen Augen. #LeaveNoOneBehind

📸: Yousif Al Shewaili
Sie landete im Hubschrauber direkt im neuen Moria-Lager und bekam eine komfortable Rundfahrt im Mercedes. Wenig später verließ EU-Kommissarin Ylva Johansson das Lager bereits wieder. Sie nahm sich keine Zeit, mit den Bewohner*innen des Lagers zu sprechen, die im letzten Winter so sehr unter der dysfunktionalen Migrationspolitik der EU leiden mussten - obwohl diese lautstark forderten, gehört zu werden: Menschen skandierten "Freiheit" und weitere Forderungen, als die Kolonne vorbeifuhr.

Johanssons Besuch gingen einige Aufwertungen voraus: Einige Bereiche des Lagers wurden gründlich gereinigt und ein neuer Basketballplatz wurde errichtet. Zum ersten Mal war es auch Vertreter*innen der Medien erlaubt, das Camp zu betreten - trotzdem durften Journalist*innen nicht frei herumlaufen, sondern bekamen nur Zugang zum zuvor gereinigten Teil des Lagers. Sie wurden auch daran gehindert, mit den Bewohner*innen zu sprechen.

Johansson sprach von humanen Lagern und bekräftigte, dass Menschen keinen weiteren Winter in Zelten ausharren müssten. Doch was sind diese Worte nach all den leeren Versprechungen der Vergangenheit noch wert? Sätze wie "kein Moria mehr" und Bekräftigungen, dass alle Menschen "Rechte und Würde" hätten, werden von den weiterhin entwürdigenden Lebensbedingungen des Lagers überschattet.

Kürzlich wurde ein Packet in Höhe von 250 Millionen Euro für fünf neue Lager auf den griechischen Inseln angekündigt. Doch es ist noch völlig unklar, ob diese Lager offen sein werden - mit der Möglichkeit, hinein- und hinausgehen zu können - oder geschlossen, wie Gefängnisse. Johansson wird in den kommenden Monaten ihren Einsatz für "Rechte und Würde" unter Beweis stellen müssen - indem sie die Versprechen endlich in die Tat umsetzt. #LeaveNoOneBehind
Media is too big
VIEW IN TELEGRAM
#AufnahmeFortsetzen: Für eine Fortführung der Aufnahmeprozesse!
Heute sollen die letzten Charterflüge mit Schutzsuchenden aus Griechenland in Deutschland eintreffen. Damit sollen die Aufnahmeprozesse der Bundesregierung beendet werden, die Deutschland nach dem Brand in Moria für 1.553 besonders schutzbedürftige Menschen zugesichert hatte. Für die aufgenommenen Menschen bedeutet die Ankunft in Deutschland eine Aussicht auf Schutz und Sicherheit – gerade für Kinder und getrennte Familien.

Doch genau deshalb darf jetzt nicht Schluss sein! Die Bedingungen in den griechischen Lagern sind weiterhin lebensunwürdig. In Deutschland sind über 200 Kommunen aufnahmebereit und setzen sich seit Jahren dafür ein, Menschen willkommen heißen zu dürfen. Deswegen fordern wir, die bestehenden Aufnahmeprozesse nach Deutschland nun fortsetzen. Der heutige Flug darf nicht der letzte bleiben.

Das symbolische Aufnehmen kleiner Gruppen ist nicht genug, solange weiter zehntausende Schutzsuchende in Lagern an den EU-Außengrenzen festgehalten werden. Beteiligt euch unter dem Hashtag #AufnahmeFortsetzen und fordert die Bundesregierung auf, der Aufnahmebereitschaft nicht im Weg zu stehen! #WirHabenPlatz #LeaveNoOneBehind

Hilfreiche Infos von der Seebrücke zum Tweet-Storm gibt's hier: https://seebruecke.org/wp-content/uploads/2021/03/Tweetstorm-31.03.pdf
Media is too big
VIEW IN TELEGRAM
Humans of Bosnia - Pita (EN in comments)

"Sie haben meine Freundin geschlagen - nicht nur die Jungs, sie schlagen auch Mädchen sehr schlimm." Pita aus Nepal berichtet von den Misshandlungen, die flüchtende Menschen an der kroatischen Grenze erleben müssen.

Mit unserer Serie #HumansOfBosnia bieten wir denjenigen eine Plattform, die die unmenschliche Migrationspolitik Europas selbst betrifft und bereit sind, ihre Wünsche, Probleme und Zukunftsträume mit uns teilen. Denn um würdevolle Bedingungen für alle Menschen zu schaffen, müssen europäische Gesellschaften nicht nur andere politische Strukturen schaffen - wir müssen auch verändern, wie über flüchtende Menschen gedacht und gesprochen wird. #LeaveNoOneBehind
Keine Abschiebungen nach Afghanistan! (EN in comments)
Morgen soll eine Massenabschiebung aus Deutschland nach Afghanistan stattfinden. Trotz Lockdown und steigender Covid19-Infektionen wird schon seit Monaten konstant weiter abgeschoben - mindestens 75 Sammelabschiebungen fanden seit November letzten Jahres statt.

Afghanistan - wo weiterhin 1.300 deutsche Bundeswehr-Soldat*innen im Einsatz sind - ist alles andere als ein sicheres Land. Die ohnehin instabile Sicherheitslage, zu denen auch Deutschlands Waffenexporte beitragen, hat sich in den letzten Monaten noch weiter verschärft. Dazu kommt eine desaströse wirtschaftliche Situation und die globale Pandemie.

Die meisten von der Abschiebung bedrohten Menschen verfügen in Afghanistan über kein familiäres oder soziales Netzwerk, das ihnen in dieser Situation Unterstützung bieten kann. Das macht es nahezu unmöglich, einen Lebensunterhalt zu sichern.

Wir fordern, die Abschiebungen sofort zu stoppen und rufen dafür zum gemeinsamen Protest dagegen auf. Am Berliner Flughafen BER, wo die Abschiebungen morgen durchgeführt werden sollen, wird es um 18 Uhr eine Protestkundgebung am Terminal 5 geben. Für alle, die dorthin nicht kommen können, hat die Seebrücke Berlin ein Dokument mit Petitionen, Tweets und Emails an Politiker*innen vorbereitet, das ihr als Vorlage benutzen könnt: https://cloud.seebruecke.org/index.php/s/fXwCc77a9TXHtFp

Wir rufen den Berliner Senat und alle anderen lokalen sowie nationalen Regierungen dazu auf, Abschiebungen sofort zu stoppen! Alle Menschen haben das Recht auf Schutz und Sicherheit - nicht nur, aber ganz besonders während einer globalen Pandemie. #AfghanistanNotSafe #Abschiebestopp #LeaveNoOneBehind