Wer wir sind
#LeaveNoOneBehind wurde 2020 mitten in der Corona-Pandemie von über 100 Menschen aus Medien, Kultur und zivilgesellschaftlichen Organisationen gegründet. Der Auslöser: die unhaltbaren Zustände im Geflüchtetenlager Moria. Während wir in Europa zu Hause bleiben und Abstand halten sollten, mussten dort Tausende auf engstem Raum ohne ausreichende Sanitäranlagen ausharren. Wir wurden aktiv, organisierten in Deutschland Protest und verteilten wichtigste humanitäre Güter vor Ort.
Im Herbst 2020 brannte das Lager Moria vollständig ab. Doch selbst diese Katastrophe führte nicht zu einem politischen Umdenken. Spätestens da wurde klar: Es braucht langfristige zivilgesellschaftliche Strukturen, die dort handeln, wo Politik versagt.
Seitdem ist #LeaveNoOneBehind gewachsen – von einer Kampagne zu einer stabilen Supportstruktur. Wir unterstützen europaweit Menschen, die sich gegen das eskalierende Grenzregime stellen: Sie kochen warmes Essen, leisten medizinische Hilfe, vertreten Geflüchtete vor Gericht oder verteilen Sachspenden. Sie retten Menschen aus Seenot oder direkt aus den Frontregionen von Kriegsgebieten. Ihre Arbeit ist oft ehrenamtlich – staatliche Förderung gibt es selten. Bis heute konnten wir über 200 dieser Gruppen und Organisationen fördern.
2021 gründeten wir die Kabul Luftbrücke, um Ortskräfte und gefährdete Menschenrechtsaktivist*innen aus Afghanistan zu evakuieren.


Nach dem russischen Großangriff auf die Ukraine 2022 mobilisierten wir in kürzester Zeit Spenden in Millionenhöhe, unterstützten lokale Partner und organisierten Evakuierungen aus Frontgebieten.
Als unsere Partnerorganisation Cadus einen Plan vorlegte, um im Gazastreifen medizinische Hilfe zu leisten- ihnen aber die Finanzierung für einen schnellen Start der Mission fehlte, zögerten wir keine Sekunde. Schnell und unbürokratisch sprangen wir ein und halfen mit, den ersten Einsatz eines deutschen Teams im Gazastreifen möglich zu machen. Bis heute ist Cadus vor Ort und leistet medizinische Hilfe, immer wieder konnten wir ihre Arbeit u.a. durch Spendenaufrufe unterstützen.

Wo wir aktiv sind

#LNOB auf der Balkanroute
Für den Zugang zu Grundversorgung und Sicherheit – für den Erhalt der Menschenwürde

#LNOB in Polen-Belarus
Für ein Ende der Instrumentalisierung Geflüchteter und endloser Gewaltspiralen
So wird unsere Solidarität praktisch
An den Europäischen Außengrenzen setzen wir uns gegen die tödliche Abschottungspolitik der EU ein.

Tagtäglich sind Menschen auf der Flucht Grenzgewalt ausgesetzt, bei der ihre Rechte in brutalen Pushbacks, bei der gefährlichen Überfahrt über das Mittelmeer oder in den inhumanen Lagern verletzt werden. Unsere Einsatzgebiete an den Grenzen sind: Die griechischen Inseln, die Balkanroute und die belarussisch-polnische Grenze. Mit unseren Partnern verteilen wir Sachspenden und Lebensmittel, bieten Rechtshilfe und klären Menschenrechtsverletzungen auf.
Auf dem zentralen Mittelmeer sind wir in der Seenotrettung aktiv

Mit dem Civil Maritime Rescue Coordination Center (CMRCC) betreiben wir eine zivile Rettungsleitstelle. Außerdem sind zwei #LNOB-Schnellboote im Einsatz auf verschiedenen Seenotrettungsmissionen und wir konnten im letzten Jahr dank unserer Spender*innen mehrere Seenotrettungsschiffe mitfinanzieren.
In der Ukraine und in Gaza machen wir gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen Nothilfe möglich.

In der Ukraine betreiben wir eine mobile Klinik und ermöglichen Evakuierungen aus den Frontgebieten. Außerdem ermöglichen wir jedes Jahr mehrere Kunstcamps für traumatisierte Kinder und Jugendliche. In Gaza konnten dank vieler Spenden dieses Jahr die ersten medizinischen Evakuierungen ermöglicht werden und Krankenhäuser entlastet werden.
Wir vernetzen uns und leisten Widerstand

Der Rechtsruck bedroht unser Zusammenleben und besorgt viele Menschen in Deutschland. Gleichzeitig geht die Entrechtung Geflüchteter an den Grenzen der EU weiter. Mit Aktionen und der Förderung von zivilgesellschaftlichem Einsatz verbinden wir unsere Kräfte und Fähigkeiten. Gemeinsam bleiben wir laut und standhaft!
Unser Team
