Öffentliches Statement des Human Rights Legal Project Samos

HRLP schlägt Alarm angesichts der jüngsten gezielten Angriffe auf unseren Kollegen und Freund Dimitris – einzig und allein, weil er seiner beruflichen Pflicht nachgekommen ist und die rechtliche Verteidigung eines angeklagten Überlebenden der tödlichen Tragödie von Chios übernommen hat.

PRESSEMITTEILUNG — AEGEAN BOAT REPORT

Aegean Boat Report berichtet bestürzt, empört und — leider — nicht überrascht über die jüngste Eskalation der griechischen Regierung in ihren Versuchen, ihre Arbeit zur Dokumentation von Menschenrechtsverletzungen in der Ägäis zum Schweigen zu bringen. Früher am heutigen Mittwoch, dem 11. Februar 2026, wurde der Gründer von Aegean Boat Report, Tommy Olsen, von der norwegischen Polizei kontaktiert und darüber informiert, dass ein von Griechenland ausgestellter Europäischer Haftbefehl gegen ihn eingegangen ist.

Pressemitteilung – Friedhof für Geflüchtete eingeweiht

Der Fluss Drina trennt Länder, doch für viele Geflüchtete trennt er Leben von Tod. Am 27. Januar wurde um 10 Uhr auf dem orthodoxen städtischen Friedhof in Loznica (Lozničko Polje) ein Denkmal für die zahlreichen namenlosen Verstorbenen enthüllt, die auf der Flucht im Grenzfluss Drina ertrunken sind, gemeinsam mit 33 Grabstätten der identifizierten Geflüchteten.

Presse Statement – Grupa Granica

Sie setzten sich für die Rechte von Geflüchteten ein — am 2. September stehen sie vor Gericht Am 2. September werden fünf wegen humanitärer Hilfe angeklagte Personen (die sogenannten „Hajnówka Fünf“) sowie Bartek, dem vorgeworfen wird, „die amtlichen Pflichten der Grenzschutzbehörde beeinflusst zu haben“, weil er versuchte, geltendes Recht durchzusetzen, vor dem Bezirksgericht in Białystok erscheinen.

18.07.25 – Vernissage: Kunstausstellung „Null Jahre“

Wenn Flucht kriminalisiert wird, wenn Helfende zu Angeklagten und Geflüchtete zu „Schmuggler*innen“ gemacht werden – dann müssen wir laut werden. Mit Kunst. Mit Haltung. Mit Solidarität. „Null Jahre“ ist eine politische Kunstausstellung, die sich der dramatischen Realität an den Außengrenzen Europas stellt: Menschen, die Boote steuern, um sich und andere in Sicherheit zu bringen, werden in vielen EU-Staaten zu hunderten Jahren Haft verurteilt – oft ohne faires Verfahren, ohne öffentliche Aufmerksamkeit, ohne Gerechtigkeit.

PUBLIC VIEWING – Ein Platz für alle – niemand im Abseits

#LeaveNoOneBehind und SCORING GIRLS* laden am 4. Juli um 19:00 Uhr im THF-Tower am Flughafen Tempelhof zu einem besonderen Abend ein: Ein Talk über die soziale Kraft des Sports – und im Anschluss ein gemeinsames Public Viewing der Frauenfußball-EM.

Perspektivwechsel #3: Der Kampf gegen geschlechtsspezifische Diskriminierung in Afghanistan: Hoffnung inmitten der Dunkelheit

Afghanistan ist ein Land, in dem Frauen seit jeher gegen Diskriminierung, Ungleichheit und gesellschaftliche Einschränkungen kämpfen. Ich bin eine Rechtsanwältin und Frauenrechtsaktivistin und habe zwölf Jahre lang in Kabul gearbeitet. Während dieser Zeit habe ich mich unermüdlich für Frauen eingesetzt, die Gewalt und Krisensituationen ausgesetzt waren. Ich war stets die Stimme derjenigen, denen ihre Rechte verweigert wurden. Doch in den letzten Jahren hat sich die Diskriminierung systematisiert und verstärkt, sodass Frauen mehr denn je ihrer grundlegenden Rechte beraubt werden. Vom Verbot der Bildung über den Ausschluss aus dem Arbeitsmarkt bis hin zur Verdrängung aus dem gesellschaftlichen Leben – afghanische Frauen dürfen nicht einmal mehr in Parks gehen, um die Natur zu genießen und frei durchzuatmen.

Perspektivwechsel #2: Gedanken zur Ukraine

Es ist bedauerlich, dass ausgerechnet ein de-facto-Populist wie Friedrich Merz und eine zunehmend nach rechts driftende, inkonsequente CDU inzwischen die einzige Partei in Deutschland ist, die an der Spitze eine realistische Position zur Ukraine vertritt. Die Linke hat einen unerwarteten Wahlerfolg gefeiert, doch sie bleibt eine Partei, die Waffenlieferungen an die Ukraine aus einer dogmatisch pazifistischen Haltung heraus kategorisch ablehnt – eine Position, die angesichts der Lage vor Ort kaum vertretbar ist. Das darf man nicht aus den Augen verlieren. Die Linken machen sich damit unglaubwürdig.

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