Geförderte Projekte

#LeaveNoOneBehind bietet lokalen und solidarischen Projekten eine Plattform – schnelle Unterstützung garantiert. Dank eurer Spenden konnten wir seit 2020 über 100 Partnerorganisationen in ihrer wichtigen Arbeit unterstützen. Die Projekte werden oft selbst von geflüchteten Menschen aktiv betrieben oder die Organisationen stehen den Schutzsuchenden aktiv solidarisch zur Seite.

Auf dieser Seite findest du alle, der bislang geförderten Initiativen und Organisationen.

Alle Projekte

Wave of Hope for the Future

Wave of Hope for the Future ist ein Netzwerk selbstorganisierter Schulen – von Geflüchteten für Geflüchtete. Die Initiative wurde von Geflüchteten im Camp Moria auf Lesbos gestartet und weitete sich schnell auf andere Camps in Griechenland aus. Anfang 2019 begann Zekria Farzad auf dem “Olivenhain” um das Camp Moria, Unterricht für Kinder anzubieten. Sein einziges Hilfsmittel: ein Whiteboard auf einer Bank. Der Initiative schlossen sich schnell andere Geflüchtete an. Gemeinsam begannen sie, ein Netzwerk von Schulen aufzubauen, das heute Unterricht in Kunst, Englisch, Griechisch, Sport und anderen Fächern für mehr als 4,000 Schüler*innen anbietet und sogar den Wiederaufbau einer Schule in Afghanistan unterstützt. Die Wave of Hope Schule ist ein beeindruckendes Beispiel für die Selbstorganisation von Geflüchteten in den verschiedenen Camps und für die Bereicherung einer vielfältigen Gesellschaft.

ReFOCUS Media Labs

ReFOCUS Media Labs hat als Ziel, ein globales Netzwerk von Medienlaboren zu schaffen und so eine globale Berichterstattung zu ermöglichen. Hoffnungs- und Perspektivlosigkeit sind eine Tortur für Menschen, die in Camps und auf der Flucht festsitzen. Gleichzeitig werden sie immer mehr abgeschottet: Journalist*innen und Fotograf*innen ist es zum Beispiel nicht mehr erlaubt, Bilder aus dem neu errichteten Camp auf Lesbos zu machen, ebenso wurde die polnisch-belarussische Grenze komplett abgeschottet. Durch Medientrainings bietet ReFOCUS Media Lab Menschen auf der Flucht die Möglichkeit, ihre Bilder selbst zu produzieren – und damit nicht nur die Zensur durch die Zugangsbeschränkungen für Journalist*innen zu umgehen, sondern auch selbstbestimmt zu kommunizieren. Als Reaktion auf den großflächigen Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine haben die Aktivist*innen in Kraków ein weiteres Lab aufgebaut und geben Medientrainings für ukrainische Geflüchtete.

Earth Medicine Physical Rehabilitation

Flucht ist traumatisch, sowohl psychisch als auch physisch. Um Geflüchtete, Überlebende von Folter und Krieg, in ihrem Heilungsprozess zu unterstützen, hat eine Gruppe von Aktivist*innen und Therapeut*innen das EMPR gegründet. Die Organisation bietet Menschen im Camp auf Lesbos Physiotherapie, Akupunktur, sowie Rehabilitationsprogramme an. Ein Beispiel ist das Programm zur Verbesserung chronischer Verletzungen und posttraumatischer Belastungsstörungen durch den Einsatz von Akupunktur, Physiotherapie, therapeutischer Massage und pflanzlicher Heilmittel. Durch ihre Arbeit hat das EMPR außerdem Arbeitsstellen für Geflüchtete geschaffen, die beispielsweise als Dolmetscher*innen arbeiten. Die Aktivist*innen gehen dafür regelmäßig ins Camp, um Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung zu pflegen und zu versorgen.

ROSA Rolling Safespace

Schätzungsweise jede 5. Frau erlebt sexuelle Gewalt auf der Flucht, wobei von einer deutlich höheren Dunkelziffer ausgegangen wird. Die Menschen hinter dem Projekt Rolling Safespace wollen das ändern und haben einen Truck zu einem Safespace umgebaut, mit dem sie in Griechenland von Camp zu Camp fahren, um Frauen dort einen sicheren Ort zu bieten. Im und um den Truck gibt es eine medizinische Beratung, Workshopangebote (von Selbstverteidigung bis Stricken), Diskussionsrunden zu körperbezogenen Themen und eine Kinderbetreuung. Die Frauen sind in Sicherheit und können dem Camp für kurze Zeit entfliehen. Das Team arbeitet nach einem intersektionalen und postkolonialen Ansatz und bindet die Frauen vor Ort im Entwicklungsprozess mit ein. Die geflüchteten Frauen finden dort einen betreuten Gesprächsraum, medizinische Basisversorgung, sowie diverse Sport- und Bewegungsangebote. Die Spenden gewährleisten die tägliche Instandhaltung des Safe Spaces und die Finanzierung der Crew.

SCORING GIRLS*

Bildung, Bewegung und das Gefühl der Zugehörigkeit sind für die gesunde Entwicklung junger Menschen essenziell. Leider wird vor allem Mädchen mit Flucht- und Zuwanderungsgeschichte und aus benachteiligten Familien der Zugang zu Förderprogrammen oftmals erschwert, nicht zuletzt aufgrund kultureller und finanzieller Hürden. Hier springen die Menschenrechtsaktivist*innen von HÁWAR.help mit ihrem SCORING GIRLS*-Programm ein. SCORING GIRLS* ist ein Empowermentprojekt für Mädchen von 9 bis 18 Jahren, welches die ehemalige Bundesligaspielerin, Tuğba Tekkal, 2016 in Köln ins Leben rief. Über 900 Mädchen aus 15 verschiedenen Ländern werden so durch Sporttrainings, Werte-Workshops und kulturelle Ausflüge gefördert.

Healthbridge Medical Organization

Healthbridge Medical hat das letzte Jahr damit verbracht, Versorgungslücken vor Ort auf Lesbos zu füllen – sei es die medizinische Versorgung während Notfallschichten, das Angebot medizinischer Übersetzungsdienste an verschiedenen Standorten oder die Betreuung komplexer medizinischer Fälle. Dabei hat Healthbridge Medical versucht, alle Möglichkeiten zu finden, wie sie die Arbeit anderer NGOs, die ebenfalls medizinische Versorgung anbieten, ergänzen können. Mit über zwei Dutzend geflüchteten Menschen, die in dem Team arbeiten, bekommen sie eine einzigartige Perspektive auf die Bedürfnisse von Menschen auf der Flucht. Anstatt Geflüchteten zu sagen, was sie tun müssen, um sich besser zu fühlen, tut Healthbridge Medical ihr Bestes, um sie mit genau den Ressourcen in Verbindung zu bringen, die nachhaltige Verbesserung versprechen. Dies kann die Anbindung an bestehende Ressourcen oder die Deckung von medizinischen Bedürfnissen umfassen, die sonst nicht verfügbar sind, wie z.B. MRTs, CT-Scans und komplexe Blutuntersuchungen. Wenn sich die Situation ändert und neue Hindernisse entstehen, versuchen sie weiterhin, diesen Teil des Weges so human und menschenwürdig wie möglich zu gestalten.

Viva Con Aqua

Viva con Agua unterstützt sauberes Trinkwasser weltweit! Sie unterstützen Wasser-, Sanitär- und Hygieneprojekte mit lokalen und internationalen Partnerorganisationen und einem Netzwerk aus Menschen. In Kooperation mit UNICEF versorgt Viva con Agua Familien in der Ukraine und in grenznahen Unterstützungszentren mit sauberem Trinkwasser und Hygienepaketen.

Solibus

Solibus ist ein nonprofit, sozial-politisches Projekt, welches mit zwei Überlandbussen schnell an den Orten ist, wo dringend solidarische Unterstützung benötigt wird. So fuhr der Solibus zum Beispiel am 9. November 2021 vollgepackt mit Hilfsgütern an die polnisch-belarussische Grenze, wo Menschen in den Wäldern massiver Grenzgewalt ausgesetzt und vom Erfrierungstod bedroht waren. Auch am Tag des Beginns des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine ist der Solibus direkt an die polnisch-ukrainische Grenze gefahren, um besonders diskriminierte Gruppen weg von der Grenze in Sicherheit zu bringen.

Makerspace Lesvos

Camps für Geflüchtete gehören zu den schlimmsten Orten auf der Welt. Menschen leben dort teilweise jahrelang ohne Perspektive unter prekären Umständen. Den Menschen durch einfache Unterstützung das Leben etwas leichter zu machen, ist das Ziel von Makerspace Lesvos. Die Menschen hinter dieser kleinen Organisation, viele davon selbst Geflüchtete, die im Camp leben, helfen bei der Reparatur und dem Austausch von Telefonen, Fahrrädern und Kleidung. In Workshops bringen sie sich außerdem gegenseitig Reparaturen bei. Dadurch werden Probleme gelöst – und kleine Freuden bereitet. Der Space ermöglicht den Menschen ihre technischen Fertigkeiten zu teilen, weiter auszubauen und neue zu erlernen. Ein wertvoller Teil eines Teams zu sein, gibt den Geflüchteten oft ihr Selbstvertrauen wieder. Sie holen sich einen Teil des Respektes und der Würde zurück, der durch die systematische Entmündigung und Repression der Menschlichkeit in den Lagern oft verloren geht.

Be an Angel

Kinder in den russisch besetzten Regionen der Ukraine sind oftmals dem Risiko von Zwangsadoptionen ausgesetzt. Der Verein Be an Angel legt den Fokus seiner Arbeit in der Ukraine auf Evakuierungen von über 16.000 bedrohten Familien aus der Donbass-Region und insgesamt der Problematik bedrohter Kinder.

Lesvos Solidarity

Lesbos ist zu einem Laboratorium geworden, in dem die Regierungen und Institutionen der EU schädliche Asyl- und Migrationspolitiken und -praktiken testen. Es ist von entscheidender Bedeutung, die schädlichen Auswirkungen und Folgen dieser Politiken und Praktiken auf das Leben der Menschen in Lesbos zu dokumentieren und anzuprangern und die Stimmen von der Basis aus zu verstärken. Im aktuellen Kontext versucht die Solidaritätsbewegung Lesbos, ihre Advocacy- und Öffentlichkeitsarbeit auszuweiten. Dieses Projekt zielt darauf ab, die Solidaritätsbewegung von Lesbos bei ihren Bemühungen zur Bekämpfung dieser unmenschlichen Politik zu unterstützen, indem es eine bessere Koordination zwischen den wichtigsten Akteur*innen vor Ort sicherstellt und proaktive Strategien und Kooperationen in ganz Europa aufbaut.

Kitrinos Healthcare

Kitrinos Healthcare ist eine medizinisch arbeitende NGO, welche die Versorgung von Menschen auf der Flucht im abgebrannten Lager Moria auf Lesbos sichergestellt hat. Kitrinos ist seit 2015 in Griechenland tätig, und hatte seit 2018 eine Klinik in Moria, wo insbesondere Patient*innen mit chronischen Erkrankungen versorgt werden. Darüber hinaus verantwortet Kitrinos die medizinische Versorgung einer großen Gruppe von Müttern und Kindern in der UNICEF Tapuat Schule, die seit dem Feuer in eine Notunterkunft umgewandelt wurde. Die Organisation hat im Feuer von Moria einen Großteil der Ausrüstung und Materialien verloren, wobei der medizinische Bedarf vieler Geflüchteten gewachsen ist. Kintrinos kaufte ebenfalls die Waschmaschinen und Trockner, welche nun im #LNOB Community Center betrieben werden und Teil des Anti-Krätzmilben-Programms für das Camp auf Lesbos sind.

Salvamento Marítimo Humanitario

Die Aita Mari ist ein Rettungsschiff, das von der baskischen NGO Salvamento Maritimo Humanitario (SMH) betrieben wird. Die Aita Mari hat kürzlich Umbauarbeiten zur Anpassung an italienischen Anforderungen abgeschlossen und ist nun wieder einsatzbereit, um Menschen zu retten, die in ihren Herkunftsländern vor Krieg und Gewalt fliehen. Das Schiff hat Platz für 120 Personen an Deck und ist mit einer kleinen Klinik, sowie einer Rettungs- und medizinischen Besatzung ausgestattet.

Food Packages – Siniparxi

Die Verteilung von dringend benötigten Lebensmittelpakete wird von der griechischen Organisation Siniparxi übernommen. In den Paketen befinden sich 12 bis 14 verschiedene Artikel, mit welchen die Campbewohner*innen und hilfsbedürftige Menschen auf Lesbos die Möglichkeit haben, selbst ihre Mahlzeiten zu kochen. Pro Woche haben 600 bis 800 Menschen Zugang zu den Essenspaketen und ihnen wird eine Alternative zu dem ungenießbaren Campessen geboten.

Stiftung “Saving an Angel“

Seit ihrer Gründung im Jahr 2001 verteilt die Saving an Angel-Stiftung Gelder, um Kindern in Not zu helfen. Durch die Spende wird das Projekt UNHIDE – Soforthilfe gefördert, dass einerseits umfangreiche Lieferungen von Hilfsgütern aus Deutschland in die Ukraine organisiert, sowie die Betreuung von ukrainischen Kindern und Jugendlichen im UNHIDE HOME in Deutschland. Die Kinder erhalten Verpflegung, kreative Workshops, Unterricht und Betreuung durch Traumatherapeuten.

Nicht reden. Machen!

Seit dem Beginn des Krieges in der Ukraine ist der “Nicht reden. Machen! e.V.” aktiv dabei, die Menschen im Kriegsgebiet mit den am dringendsten benötigten Hilfsgütern zu versorgen. Es werden Notwendigkeiten wie Nahrung und Kleidung abgedeckt, aber auch gezielt auf medizinische Bedürfnisse, wie AsthmaSpray, Antibiotika, Verbands- und OP-Material reagiert.

Human Plus

Human Plus ist eine gemeinnützige Organisation, die humanitäre Hilfe auf der ganzen Welt leistet. Im Iran finanziert human plus im Rahmen eines Soforthilfeprogrammes seit Beginn der Revolution Anwaltskosten, Kautionen, medizinische Unterstützung, sichere Notunterkünfte und die Unterstützung Angehöriger. Außerdem eskaliert die Unterdrückung der kurdischen Minderheiten in einigen Provinzen. Die Bilder, die durchdringen, sind herzzerreißend. Human Plus e.V. organisiert hier Soforthilfe für den Kauf von Medikamenten und Lebensmitteln, um die Kurd*innen im Iran nicht alleine zu lassen!

Clowns ohne Grenzen

Clowns ohne Grenzen kommen regelmäßig für einige Tage nach Lesbos und versuchen vor Ort die Lage der Kinder zu verbessern. Die ehrenamtlich beschäftigten Clowns ohne Grenzen berücksichtigen dabei die besondere Situation der Kinder mit Fluchterfahrung und ziehen sowohl die jeweiligen kulturellen Hintergründe, als auch die schwierige Lebenssituation in den Geflüchtetencamps auf Lesbos in Betracht.

Equal Rights Beyond Borders

Die Menschenrechtsverletzungen gegen Geflüchtete an der griechischen Grenze werden jedes Jahr gravierender. Equal Rights Beyond Borders ist eine griechisch-deutsche Menschenrechtsorganisation, die auf der Seite der Schutzsuchenden steht und sie rechtlich im Kampf gegen unwürdige Lebensbedingungen in den Geflüchtetencamps, oder gegen unrechtmäßige Inhaftierungen und illegale Abschiebungen unterstützt. Unter anderem finanziert Equal Rights durch die Spende das Gehalt einer Anwält*innenstelle in Athen.

STELP

STELP e.V. ist eine gemeinnützige Hilfsorganisation aus Stuttgart und unterstützt mit einem Netzwerk von Ehrenamtlichen, Partner*innen und Sponsor*innen durch schnellen und direkten Zugang zu Lebensmitteln, Sanitärprodukten, Kleidung und sauberem Wasser. Mit Projekten auf drei Kontinenten hat STELP langfristig das Ziel, durch Hilfe zur Selbsthilfe das Leben von Menschen in Not nachhaltig zu verbessern. Mit den Spenden hat STELP e.V. unter anderem gemeinsam mit den Partnern von SOS Bihać schnelle Soforthilfe nach dem Brand im Camp Lipa auf der Balkanroute geleistet. Gleichzeitig hat STELP die Kapazitäten für den Unterricht vor Ort auf Lesbos in Kooperation mit der School of Peace aufgestockt und große Sonnenschirme für Unterricht im Freien zur Verfügung gestellt. Weiterhin hat STELP bereits mehr als 500 Tonnen Hilfsgüter in die Ukraine und in die umkämpften Gebiete geliefert. Mit der Förderung werden weitere Hilfstransporte finanziert und dringend benötigte Hilfsgüter zugekauft. Außerdem arbeitet STELP gezielt an der unmittelbaren Evakuierung von Menschen aus der Ukraine, die durch die Förderung direkt finanziert wird.

The Shower Box

Wir betreiben auf Lesbos ein Community Center, in dem sich 40 Warmwasserduschen befinden, bestehend aus vier Containern mit jeweils zehn Duschen. Zusätzlich gibt es einen Container mit Toiletten. Neben dringend benötigten Dusch- und Waschmöglichkeiten im Allgemeinen dient das Projekt auch der Behandlung von Krätzmilben, die sich aktuell im Camp auf Lesbos ausbreiten. Auch ist es ein wichtiger Beitrag zum Schutz der Privatsphäre der Menschen im Camp.

Northern Lights Aid

Northern Lights Aid (NLA) ist eine kleine NGO, die die Bewohnerinnen des Flüchtlingslagers Perigiali in Kavala, Griechenland, unterstützt. Mit der Verteilung von Nahrungsmitteln, Kleidung, Hygieneartikeln und anderem Material versucht NLA, die grundlegenden Lebensbedürfnisse der Betroffenen zu sichern. Nur wenige Gehminuten vom Lager entfernt gelegen, bietet Northern Lights Aid eine sichere Umgebung zum Lernen, Gestalten und Knüpfen von Kontakten durch Englischunterricht, einen skill-sharing Workshop, einen Gemeinschaftsgarten und ein professionelles, kostenloses Bekleidungsgeschäft. Die NLA arbeitet eng mit den Einheimischen und den Lagerbewohner*innen zusammen, um die soziale Eingliederung und Solidarität innerhalb der Gemeinschaft zu fördern. Das kürzlich erweiterte Nothilfeprogramm unterstützt besonders gefährdete Familien mit Hilfe von Nahrungsmitteln, Medikamenten und Transport, um einen reibungslosen Ablauf des Asylverfahrens zu gewährleisten.

Legal Centre Lesvos

Die völkerrechtswidrige Praxis sogenannter „Pushbacks“, bei der Schutzsuchende entweder auf See oder Land aufgegriffen und gewaltsam zurückgeführt werden, erreichte im Jahr 2021 eine völlig neue Qualität. Geflüchtete, die bereits den Boden von Lesbos erreicht hatten, wurden von maskierten Männern aufgegriffen, oft misshandelt, entführt und auf offenem Meer auf manövrierunfähigen „Rettungsinseln“ ausgesetzt. Fast nie haben die Geflüchteten, die dieser Gewalt ausgesetzt sind, Zugang zu Anwält*innen oder erhalten Informationen über ihre Rechte. Dagegen kämpft das Legal Center Lesvos und nimmt Menschen direkt nach ihrer Ankunft in Empfang und stellt ihnen rechtliche Unterstützung zur Seite. So konnten allein dieses Jahr über 500 Personen registriert und in den regulären Asylprozess gebracht werden. Das schützt Geflüchtete vor weiteren Rechtsverletzungen. Außerdem hat die Organisation es als eine der wenigen geschafft, zwei Fälle von Menschenrechtsverletzungen vor den Europäischen Gerichtshof zu bringen.

LeaveNoOneBehind Soforthilfe

Als Teil der Soforthilfe sind Teammitglieder aus unserem LeaveNoOneBehind Team vor Ort auf Lesbos mit den Menschen aus dem neuen Camp Moria gemeinsam einkaufen gegangen um so individuelle, essentielle Bedürfnisse der Menschen im Camp zu decken und gleichzeitig ein maximales Maß an Selbstbestimmung und Würde den Menschen gegenüber zu bringen. Gemeinsam haben wir so verschiedenste Sachgüter in Form von Lebensmitteln, Hygieneartikeln, Elektroheizgeräten, Decken, Kleidung oder ähnlichem für und mit den Camp Bewohner*innen gemeinsam gekauft.

Yoga and Sport For Refugees

Yoga and Sport For Refugees hat als Ziel, Geflüchtete durch Sport zu stärken, sie in die Gemeinschaft zu integrieren und ihre körperliche und geistige Gesundheit zu verbessern. Das Sportangebot, welches von Schwimmkursen über Kampfsport bis hin zu Yoga reicht, wird hierbei zum Großteil von den Schutzsuchenden eigenverantwortlich durchgeführt und angeleitet. Wenn Menschen teilweise jahrelang im Camp leben, hat das katastrophale Auswirkungen auf ihre psychische und physische Gesundheit. Sportangebote, von Schwimmkursen über Kampfsport bis hin zu Yoga, können dem entscheidend entgegenwirken. Die Sportaktivitäten von Yoga and Sport for Refugees brechen dabei zusätzlich ethnische und religiöse Barrieren auf und schaffen einen Treffpunkt und eine Zusammenarbeit zwischen den Kulturen.

Wir werden aktiv, wo Staaten versagen. Aber nur mit deiner Unterstützung!

Mit unserer Arbeit üben wir Druck auf die deutsche Politik aus, Verantwortung zu übernehmen und endlich etwas zu ändern! Eure Spenden werden für die #LeaveNoOneBehind-Kampagne eingesetzt: Für unsere eigenen Projekte, sowie für geförderte Projekte und Organisationen, die dringend notwendige Unterstützung an den EU-Außengrenzen und auf den Fluchtrouten leisten.

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